Tannengedanken

15 Dezember, 2010 (21:35) | | terra/adern/fluss.linien | Kommentieren

Dort draußen in der weißen Weite,
Die heimlich uns Frau Holle schneite,
Steht grün ein kleiner Tannenbaum.
Er steht geduckt, man sieht ihn kaum.

Auf seiner Spitze glitzert hell
Ein Lichterstern. Die Kaltmamsell
Hat ihre Hände ausgestreckt
Und leis die Landschaft zugedeckt.

Der Himmel blaut. Ein Sonnenstrahl
Bestreicht das schön geschwungne Tal.
Er zeichnet Schatten glatt und schwarz.
Aus einem Astloch sickert Harz.

Die kleine Tanne steht und denkt:
Wem werde ich zum Schmuck geschenkt?
Ich bliebe doch viel lieber stehn,
Um weiter in das Land zu sehn,

Das um mich sanft und lautlos liegt,
So schneebedeckt und weiß umschmiegt.
Da setzt auf sie sich eine Meise
Und pfeift ganz fröhlich ihre Weise.

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Beitrag vom: 15 Dezember, 2010 (21:35) | Autor: Walther | Rubrik: terra/adern/fluss.linien | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


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