Sprottensuppe

28 November, 2009 (23:40) | | suppenküche | Kommentieren

FischsuppeDer Mittag ist herangerückt, die Jungen machen sich daran, eine Fischsuppe zu kochen. Sie gießen Wasser in einen Topf, hängen ihn über dem Feuer auf und werfen etwas Lauch, Würzblätter und -körner ins Wasser, als nächstes die kleinen Fische. Dann warten sie, bis die Sprotten völlig zerkocht sind und seihen die Suppe durch ein Tuch. Die unzerkochten Fischstücken werfen sie den Hunden hin und hängen die Brühe wieder übers Feuer. In dieser Brühe kochen sie jetzt die größeren Fische. Dann wird erneut alles durchgeseiht. Anschließend kochen sie die Köpfe und Schwänze der größten Fische und seihen noch einmal das Ganze durch. Endlich geben sie ein paar essbare mehlige Knollen in die Suppe, und als die gar sind, schütten sie auch die im klaren Wasser ausgespülten Stücken der größten Fische hinzu. Der Rogen und die Leber kommen als letztes in den Topf. Zum Schluss lassen sie aber die Suppe nicht mehr so lange kochen. Dreimal kochen sie alles auf und nehmen dann den Topf vom Feuer. Zugedeckt muss die Suppe noch eine Zeit lang ziehen. Aber dann ist sie fertig.

©Text & Bild: Kathrin Drescher

Beitrag vom 28 November, 2009 (23:40) | Autor: Kathrin Drescher | Rubrik: suppenküche | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Chicken Soup. Notes from Bottom

12 September, 2009 (19:24) | | suppenküche | Kommentieren

You can say the Jesus Prayer from now till doomsday, but if you don’t realize that the only thing that counts in the religious life is detachment, I don’t see how you’ll ever even move an inch.

When speaking of detachment, desirelessness. or the „cessation from all hankerings“, there we are, right in the middle: The very first book that once sparked me for spirituality, is Salinger’s novel about Franny and Zooey, the two youngest members of a jewish-irish family from New York city. The following synopsis, which includes two quotes, might tell you of what is figured to religion in this modern „Zen tale“.

Franny is an undergraduate and actress, who is depicted reading the book: The Way of a Pilgrim, which contributes to an emotional breakdown. Zooey, her brother, five years older than Franny, is an actor too.
He visits Franny’s in her room and they talk about her dreams, the religion seminar professor that hates her, and acting. Franny shows him the pilgrim book, which tells how a Russian wanderer learns to take the prayer to a point where it becomes unconscious, almost like a heartbeat, ultimately leading to spiritual enlightenment.

But Zooey totally questions that reciting of a prayer and leaves the room.
… if it’s the religious life you want, you ought to know right now that you’re missing out on every single goddam religious action that’s going on around this house. You don’t even have sense enough to drink when somebody brings you a cup of consecrated chicken soup– […] Even if you went out and searched the whole world for a master –some guru, some holy man–to tell you how to say your Jesus Prayer properly, what good would it do you?

A little later Zooey calls Franny by phone, they continue to talk, and remembering the Fat Lady in their audiences, he shares with Franny some words of wisdom that their eldest brother, Seymour, once gave him:

The only thing you can do now, the only religious thing you can do, is act. […] I don’t care where an actor acts. It can be in summer stock, it can be over a radio, it can be over television, it can be in a goddam Broadway theatre, complete with the most fashionable, most well-fed, most sunburned-looking audience you can imagine. But I’ll tell you a terrible secret– Are you listening to me? There isn’t anyone out there who isn’t Seymour’s Fat Lady. That includes your Professor Tupper, buddy. And all his goddam cousins by the dozens. There isn’t anyone anywhere that isn’t Seymour’s Fat Lady. Don’t you know that? Don’t you know that goddam secret yet? And don’t you know–listen to me, now–don’t you know who that Fat Lady really is? . . . Ah, buddy. Ah, buddy. It’s Christ Himself. Christ Himself, buddy.

(C) Kathrin Drescher, (aus: „Notes from Bottom“ vom 22.12.2008)

Beitrag vom 12 September, 2009 (19:24) | Autor: Kathrin Drescher | Rubrik: suppenküche | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


(dünner & blasser).., Sparwasser

18 August, 2007 (18:08) | | schrieb im tage-bau: | Kommentieren

Eben erfahre ich den Grund,
weshalb sich Wasserflaschen heute mehr als vorher drücken lassen.
Weil:
»Früher war das Wasser dicker!«
schicker Zeigefinger, Überbringer funktionalistischer Propaganda für Kellerasseln auf der Veranda
und auf dem Klo und wo irgendwo noch.
Wird doch überall gespart!
Geh’ mal auf Toilette.
Lief es früher auch so schnell?
Und was hinten raus kommt, kommt mir vor, als wär’s zu hell, weit weniger kräftig, gespart an Farbe
und Konsistenz.
Ein weicher Brei, frei jeglicher Substanz, charakter- und haltlos.
Bloß der beißende Gestank zersetzender Elemente kriecht überall heraus
und überfordert unser Denken, schwillt gewaltig an
und wird zum Graus für „Alemann“.
Kann sein, das Feuer brannte mal heißer
und Schnee fiel dicker und weißer,
lag länger da und knirschte sehr unter den Sohlen.
Knöcheltief lief es sich schwer.
Doch leider ist das lange her und längst nicht mehr.
Der Baum im Park stand grün und stark.
War stolz darauf aus Holz zu sein.
Ein Wunder der Natur, nicht nur ein loses Blätterwerk mit weißen Kerzen,
deren Früchte Kinderherzen lachen ließen,
wenn sie fantasievoll bauten: Igel, Katzen, Astronauten.
Wenig Rechner flog zum Mond,
wie der Ami gern betont. Irre Leistung bricht zusammen, wenn ein kleiner Schnupfen droht.
Geht gar nichts mehr.
Weit hergeholt?
Es reicht nicht hin, in einem Meer zu schwimmen!
Wenn man nicht tauchen kann,
wird es einem nie gelingen, den Dingen auf den Grund zu gehen und was kommt dann?
Belangloses Umherpaddeln in wilden Gefilden besseren Wissens und irgendwann der Untergang.
Vielleicht fehlt uns die Schwere?
Es läuft zu viel ins Leere.
Flach und ach aalglatt, macht solch Gericht den Bauch nicht satt.
Wohl dem, der keinen Hunger hat.
Sonst frisst die Ratte Zuckerwatte, weil sie nichts zu Abend hatte.
Regen fiel in „Meergestalt“ und beim Klopfen an die Scheiben gab es mehr Gewalt
und sank von früh bis spät in festen Fäden nieder.
»Früher war das Wasser dicker!« will ich meinen, kommt nicht wieder.
Trotzdem ist,
was ist,
mir lieber, denn was war,
das war,
ist nicht mehr da.
Auch wenn was kommt, gepanscht,
kann man sich prima drinnen suhlen.
Und was will man auch erwarten,
in solch harten Zeiten an den Schulen?
Rechnen.., Schreiben.., Mitgefühl?
Das Leiden Anderer vermeiden und miteinander wirken..,
Wie?
Was immer auch die Zukunft bringt,
dicker wird das Wasser nie mehr werden.
Aber mal ehrlich.
Wer weiß denn noch,
wie dickes Wasser schmeckt oder gar,
was eigentlich dahinter steckt?
Wenn nicht einmal ein Schüler,
der zu Boden geht und liegen bleibt,
sein Gegenüber schreckt
und dieser immer weiter tritt,
mit solchem Hass,
dann kann das nur am Wasser liegen!
Oder..,
Was?

Beitrag vom 18 August, 2007 (18:08) | Autor: Nico Fuchs | Rubrik: schrieb im tage-bau: | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Idee: Enno E. Peter & Sabrina Ortmann

WordPress | Basis Theme: Andreas Viklund & webhosting sources | modified by TyrakusCMS