November Rose

22 November, 2008 (20:13) | | zugvögel/wind.bahnen | Kommentieren

Der Schnee, gefallen, liegt so müd am Boden.
Der Himmel sieht ganz blass aus und versaut.
Und draußen ist nur der, dem vor nichts graut.
Die Küche riecht nach Zimt und Renekloden.

An Brücken in die Hoffnung wird gebaut.
Zu jammern ist jetzt prinzipiell verboten.
Es gilt die Seelentiefen auszuloten,
Und niemand hat gern nur in sich geschaut.

Die Bäume, Büsche, strecken sich zur Decke,
Dort ballen sich schon Wolken ziemlich schwer.
Die Zeit verwandelt sich in eine Schnecke.

Dort, wo die Geigen hingen, hängt nichts mehr:
Die Rose will, dass man sie schnell verstecke;
Sie friert, ihr Blütenherz ist kalt und leer.

Beitrag vom 22 November, 2008 (20:13) | Autor: Walther | Rubrik: zugvögel/wind.bahnen | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


November Rose

18 November, 2007 (19:18) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

Ich sitze hier, erkenne: Meine Rose,
Am dünnen Zweig im Kalten, das bist Du.
Im Innern Dich betrachtend, immerzu
Dies Lächeln um die Lippen, Haare lose:

Ich sitze hier und schmunzele im Nu.
Wenn ich Dich in Gedanken zärtlich kose,
Mit Dir um Baum und Strauch wie Kinder tose,
Ist in der Wildheit Alles wie in Ruh.

Ich sitze, sehe Dich in diesem Bild,
Als wärst Du nah und nicht in einer Ferne.
Es ist die Rose, die die Sehnsucht stillt

Und macht. Sie duftet, und sie sticht mich gerne:
Die Träne wie das Herzblut leise quillt,
Als ich die Liebe durch mein Staunen lerne.

Beitrag vom 18 November, 2007 (19:18) | Autor: Walther | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Idee: Enno E. Peter & Sabrina Ortmann

WordPress | Basis Theme: Andreas Viklund & webhosting sources | modified by TyrakusCMS