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21 September, 2012 (04:07) | | rausch (zustände) | Kommentieren

(„denn ich singe nur vier minuten, so lange dauert der tod“ – Klavki)

wer zählte nach noch dieser schnurrend nacht
ihr vierminütig auf- und untergehen?
wer wäre drinverwächtert? solchem lacht
selbst seines sturmes so geschwind verwehen.

sind wir, die noch ins düstergrab verzichten
den wirren dichtern an der schwirren pforte
und an dem zimmermenschbelichtet wichten,
was kaisers neuen kleidern wär die borte?

wir sind, sagt dichter, ihm dies nachgedichtet,
das wort, das schwankend ist selbst ihm der tod
und wankend ihm wie mir, der nah verzichtet

dem wir, dem nachgekomm, was in uns mailt,
senkt sich und ein das wortgegründet lot
in, was ihm korn war, kümmernd auserzählt.

Jörg Meyer (oegyr) AutorenBio:

Beitrag vom: 21 September, 2012 (04:07) | Autor: Jörg Meyer (oegyr) | Rubrik: rausch (zustände) | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


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