Schlierenzierde

16 Oktober, 2011 (18:54) | | zugvögel/wind.bahnen | Kommentieren

Die Nebel nehmen morgens überhand,
Und feine Tröpfchen legen nackt und bloß,
Wo Feuchte gerne kriecht und liegt. Wie groß
Die Schatten werden, misst noch unerkannt

Der Winter, und er scheint dabei zu lächeln.
Die Sonne müht sich, ohne zu gewinnen:
Aus Morgendunst will fahl ein Baum gerinnen,
Den Schwaden ohne festes Ziel umfächeln.

Die Fenster trüben ein, und eine Schwere
Legt sich wie eine zweite Schicht um das,
Was gestern reines Leben war. Die Kehre

Vollzogen, so beginnt der Weg ins Graue,
Ins Engbegrenzte. Schlieren zieren Glas:
Der Blick hindurch verschmiert ins Ungenaue.

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Beitrag vom: 16 Oktober, 2011 (18:54) | Autor: Walther | Rubrik: zugvögel/wind.bahnen | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


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