projekt go2go041 (text: jürgen gisselbrecht; foto:sylvia hagenbach)

10 Dezember, 2010 (13:18) | | tage-bau | Kommentieren


Man hat mich in Stein gemeißelt, dann in Bronze gegossen.
Man hielt eine Rede über mich, dann vergaß man mich.

Sie wollten mich für immer für sich, nur für sich.
Sie haben gesagt, ein Mahnmal ist das, ja ein Denkmal für die Gemeinde.

Jetzt versuche ich mich zu erinnern. Wie haute man mich in Stein, welche Werkzeuge hat man verwendet, wo sind die Kanten abgebrochen, wer hat mich in Bronze gegossen, wer hat die Bronze bezahlt, gab es Verletzungen, werde ich stehen, immer stehen, auf dem Stein, auf dem Boden. Was ist Bronze – was für eine Legierung ist für mich gemacht worden – ist es nur Rotguss?

Man schaut schon auf mich.
Sie wollen nicht gestört werden.

Jetzt fotografiere ich mich. Die Sonne steht hoch. Mir ist kalt, mit bloßen Füßen. Gleich renne ich weg – noch einen Moment â?¦

Sylvia Hagenbach AutorenBio:

Beitrag vom: 10 Dezember, 2010 (13:18) | Autor: Sylvia Hagenbach | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren
Kommentare



Nico Fuchs schrieb:

DIE Füße AUS BLEI *
und doch
die Gedanken

sind frei

schön

* sorry Bronze (entlehnt aus it. bronzo und dieses aus dem griechischen βÏ?οντησον)

Kommentiert am 10. Dezember 2010 um 17:47



sylvia schrieb:

;-)))

Kommentiert am 11. Dezember 2010 um 18:25



Werner Theis schrieb:

In Blei, die Füße. Voll breit Blei. Schönes Bild.

Kommentiert am 15. Dezember 2010 um 20:02



sylvia schrieb:

danke:-)))

Kommentiert am 19. Dezember 2010 um 19:16



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