Klarheit und Wahrheit

6 Juni, 2012 (20:54) | | labyrinth/wort.gewebt., lug & trug | Kommentieren

Es gibt, das ist mir heute klar,
Gar nichts, das wahr ist, wirklich wahr!
Erzählt wird viel, gern lang und breit,
Gespreizt, in sich verliebt, gescheit.

Am Ende bleibt: Es bleibt, wer schreibt.
Was nicht wo steht, bleibt stumm entleibt.
Es bleibt, wer lügt, was klug verbiegt,
Ganz schlau betrügt, sich lässig schmiegt,

An das, was jeder gerne hört.
Denn wahr ist, was gefällt, betört,
Was in den eignen Raster passt.
„Die Wahrheit wird, wenn ihr sie lasst!“

Gesagt, getan: Hier steht, was wa(h)r.
Und das ist falsch, ganz sonnenklar.

Walther AutorenBio:

Beitrag vom: 6 Juni, 2012 (20:54) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt., lug & trug | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren
Kommentare



Nico Fuchs schrieb:

Nichts überzeugt mehr, als eine gute Lüge.
Die Wahrheit? Die Wahrheit können/wollen wir gar nicht ertragen.
Sonst wären nicht die, die es sind, an der Macht!

Schön in Worte gefasst. Nur das Ende … ob das passt?

Kommentiert am 9. Juni 2012 um 20:32



Hans John schrieb:

Guten Morgen Werner,

na da siehste mal was für eine Wirkung Deine Gedichte haben… es hat mich heute morgen ne halbe Stunde vor Arbeitsbeginn gerade mal gepackt und inspiriert.
Hans

Kommentiert am 10. Juni 2012 um 9:42



Walther schrieb:

ja, nico, wer weiß schon, was wahr ist. :)

lb. hans, schön, dass du wieder tagebaust. du wurdest vermisst. ;)

Kommentiert am 13. Juni 2012 um 19:40



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