Im Anfang war die Symbiose. Lesung am 15.10.04. in Berlin. – von Johannes Stellenberg nicht

17 Oktober, 2004 (14:30) | | tage-bau | Kommentieren

Flamingo Reigen

In diesem Reigen voller Leichtigkeit
Der herrlich sehnsüchtig uns treibt
Raunen nah sinnlich Nachtgespinste
Sie rufen traumhaft uns noch über Tag
Manch Ängste schweben flüchtig
Und hingegeben still am Boden
Die Zärtlichkeit führt an im Tanz
Nimmt sanft uns bei den Händen

In diesem Reigen der Entzückung
Sind Perlen aufgereiht von Vielen
Erwartung Neugier Lebenslust
Zersprengen feste Paaresrunden
Es wirbt zart unser Liebesspiel
In fremden Blicken und Berührungen
Frau Phantasie verführt hier unsre Sinne
Mild deckt es zu mit ihrem fernen Schleier
Nachher uns die Erinnerung

Zur ersten Symbiose
(Auszug aus „Symbiose und Sprachtraum“)

Der verwirklichte Traum der Liebe: ein Sich-Wiederfinden in der ersten Symbiose?
Der Verschmelzung geht die tiefe unbewusste Sehnsucht nach Aufhebung der Trennung
im Spiegelstadium “ der Frau wie des Mannes “ voraus? Wandert das Ich “ seit es die
imaginäre Einheit mit dem Körper der Mutter verlassen hat “ vergeblich von Objekt zu
Objekt, bis es die eigene Sehnsucht in einem Anderen unglaublich widergespiegelt spürt?
[…]
Es vermag sich also auf der Ebene des Körperlichen eine Rückkehr durch den Spiegel der
Trennung zu vollziehen. Es gibt eine Art Vertrauen zwischen den Symbianden, das ich
lieber als Körpervertrauen bezeichnen möchte, obwohl es ohne den Kopf nie auskommt.
Der andere schmeckt, riecht so richtig gut…?
[…]
Mein Verständnis der Symbiose als Verschmelzung des Ichs mit dem Anderen nimmt zugleich
die metaphysische Sicht auf das natürliche Geschehen wahr.
David singt in einem Psalm: „Du hast mich gebildet im Mutterleib, wunderbar bin ich gemacht.

Was sich als natürlicher Grund unseres „Ichs in Beziehung“ verstehen lässt,
geht im Schmerz einher mit einem zunehmend geistverbundenen Ich.

Unsere tiefe Sehnsucht im Grunde unseres Ichs wiederspiegelt in jener
welthaften Beziehung zum wahren DU die alles umfassende Liebe.


stillstunde

deine hand
ein kleiner vogel

in meinem tal
weiche tiefe stille
sanft erwärmt


im goldenen schnitt

in der mitte
meiner wege

jenseits von
gewählt und
verworfen

umgibt mich
ein moment
tiefen friedens

ohne wahl
gehe ich
vom weg kreuz
in Deine richtung

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Beitrag vom: 17 Oktober, 2004 (14:30) | Autor: adminxx1 | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


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