Ich wette darauf alles

19 Juni, 2010 (15:24) | | terra/adern/fluss.linien | Kommentieren

Es strömt der Regen aus dem grauen Himmel;
Der Wind macht große Backen und wird laut.
Ich habe mich im Spiegel angeschaut:
Aus einer fahlen Mähre wird kein Schimmel.

Die Seele ist so wund und aufgeraut,
Und ich verliere mich in dem Gewimmel;
Der Nebel liegt auf allem weiß wie Schimmel,
Und milchig scheint die Welt auf Sand gebaut.

Ich lecke meine Wunden winselnd ab
Und winde qualvoll mich um Baum und Rinde;
Mein Standpunkt gähnt als schwarzes offnes Grab

Und fragt mich noch: Wie sag ich’s meinem Kinde?
Ich wette darauf alles, was ich hab.
Dann spann ich meinen Schirm auf und verschwinde.

Walther AutorenBio:

Beitrag vom: 19 Juni, 2010 (15:24) | Autor: Walther | Rubrik: terra/adern/fluss.linien | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren
Kommentare



Hartmut Sörgel schrieb:

Oh, du als Efeu um den Baum
Und dann mit Schirm
und verschwinden
Das sah ich noch nie

Hartmut

Kommentiert am 24. Juni 2010 um 23:07



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