hagebutten | Шиповник

13 August, 2013 (06:53) | | herz & lenden | Kommentieren

am anfang war der sommer,
er war heiß, und wir glückten
auf himmlisch, als angekomm’ner
dort – und bauten uns’re hütten

aus lichtem und loderndem stroh.
dann kamen die wolken,
und es wurd‘ herbst. und wo
sind wir jetzt, die uns folgten

einander, plötzlich verbunden?
am strauch schon welken die blüten,
doch reifen auch die hagebutten,
so rot wie vom kuss uns’re münder.

dem sommer folgt der herbst,
auch uns – und wir wissen noch nicht,
wer uns’re liebe dann erbt.
wirft sie schatten? führt sie ins licht?

ich pflücke dir hagebutten
von uns’rem noch zarten strauch,
hab‘ verbrannt meine alten kutten
in worte duftenden rauchs.

doch kann dich solch‘ feuer erwärmen,
wenn frierender winter wird kommen,
und mein seliges schwärmen
klingt dir nur noch beklommen?

ich leg‘ dir hagebutten, so rote,
ans herz und auf deine haut,
sie bluten so sanft wie vom tode
stand ich mit dir wieder auf.

und ich seh‘ dich glühen
wie hagebutten so schön,
jetzt im herbst, dem frühen,
durch den hand in hand wir geh’n.

(für ЮлиÑ?)

j&j lesen’s

Jörg Meyer (oegyr) AutorenBio:

Beitrag vom: 13 August, 2013 (06:53) | Autor: Jörg Meyer (oegyr) | Rubrik: herz & lenden | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


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