Ein Dichter

26 März, 2011 (13:39) | | terrere est humanum? | Kommentieren

Am Himmel prall prahlt Mondes Lampe.
Darunter blubbert Menschenpampe,
Die schießend sich im Blutrausch wälzt.
Ob rhythmisch frei, ob reimgestelzt:
Ein Dichter klickert die Beschwerde,
Damit das endlich besser werde.

Es ficken sich Gehirne müde,
Der Wortschwall wichst sich gar nicht prüde
In Pixeln durch das Weltweitweb.
Wer Hoffnung hat, der stirbt als Depp.
Der Mob schmeißt Spreng- und Brandgranaten,
Raketen werfen Potentaten.

Dazu lässt man es fröhlich strahlen,
Wo gern am Strand sich Menschen aalen.
Die Fische schwimmen sich dort warm.
Ein Geigerzähler tickt Alarm,
Und überall herrscht Bombenstimmung.
Das Flugzeug trudelt ohne Trimmung.

Die Erde dreht sich um die Sonne.
Die Menschen kommen in die Tonne,
Ein Dichter reimt sich weh und wund.
Er tut die letzte Wahrheit kund
Und will den Zeitpunkt nicht versäumen,
Mit solchen Träumen aufzuräumen.

Walther AutorenBio:

Beitrag vom: 26 März, 2011 (13:39) | Autor: Walther | Rubrik: terrere est humanum? | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


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