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sturz in große höhe

17 November, 2015 (03:23) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

ich stürzte zu dir im mir dir verfallen,
im traume war’n verwechselt k’ordinaten.
aus großer höhe sandt’ ich dir mein schallen
und war dir angetastet in den daten.

ich schrie und schrieb und schrei in dem verhallen
von höhlen, denen ich mein fallen fälle
und niedrigkeit, wo ich verberge stallen
mein schäfchensein in anverwandter zelle.

aus großer höhe kam ich zu dir, wallend
ins niedrige der eingezählten zahlen.
ich bin dein größt und möglichst dir gefallend,

ein oder nichts, ein nerv und wiederholer.
aus meiner mitten nicht war’n all die wahlen,
die brannten aus das laub der mich verkohler.

ögyr liest’s

(für julija)

Beitrag vom 17 November, 2015 (03:23) | Autor: Jörg Meyer (oegyr) | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Die sonne stürzt

16 Juni, 2013 (12:21) | | beautiful people, netz@uge.nblick, rausch (zustände), zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

Die sonne stürzt sich aus den blauen himmeln
& wird geboren in den gelben primeln
& in den oster glocken & den lilien
der bleiche mensch hat seine utensilien
um dieses strahlen mannhaft zu ertragen
die schwüle hitze stellt die lebens fragen
wie kann man klug am schicksal pfriemeln
vermeidet man das(s) toten glöckchen bimmeln
man steht & riecht an einer schönen rose
wie kommt man in die eng gespannte hose
des engels der da wie die rosen blüht
die sonne stürzt & unter der markise
sitzt lebens neben einer liebes krise
& selbst das lachen klingt schon ganz bemüht

Beitrag vom 16 Juni, 2013 (12:21) | Autor: Walther | Rubrik: beautiful people, netz@uge.nblick, rausch (zustände), zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


schöpfungs geschichte

17 September, 2012 (13:53) | | labyrinth/wort.gewebt., zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

am anfang war das wort & dann kein ende
des lauten über redens angezeigt
der sphären klang geschüttelt & vergeigt
weil keiner diese.r blätter wetter wende

weil keiner lässig pfeifend & behände
die noten presse dur & moll bestreikt
die falsche form gehobelt wie geliket
wo man das letzte leichen hemd verpfände

da sprach er werde licht & sieh es steigt
die sonne zeigt der schöpfung die bestände
was lagert wird geweckt & ab gezweigt

geht nichts was geht & steht erhebt die hände
& schleicht als zeugnis still wie stolz das zeigt
dass lende sind gewässer wie gelände

Beitrag vom 17 September, 2012 (13:53) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt., zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


purpur haiku

23 April, 2012 (19:58) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

bild zum haiku

glöcklein winzigzart,
purpurn und kariert, setzen
meinen Lenz schachmatt.

Beitrag vom 23 April, 2012 (19:58) | Autor: Kathrin Drescher | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Sonette Morgentoilette

6 März, 2012 (13:09) | | netz@uge.nblick, zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

Man muss was glauben, glaubt man gerne früh
Am Tag, wenn sich die Sonne zeigt. Der Zeiger
Des Weckers peilt die Acht an, als ein Geiger
Den Ton des Morgens sucht und findet. Brüh

Den Kaffee auf, sagt jetzt die Küche. Müh
Dich in das Bad und richte Dich, beeile
Und bringe Dich in Form, die nächste Meile,
Die Dich ans Ende bringt, beginnt. Komm, blüh,

Du Schlüsselblume, sagst Du selbst, der Winter
Da draußen hat sich grad erledigt, Leben
Kommt auf die Tagesordnung, und dahinter

Die schlechten Plätze sind bereits vergeben.
Du reibst die Augen, und ein kleiner Splitter
Vom Balken dort schlägt Dir ein Blitzgewitter.

Beitrag vom 6 März, 2012 (13:09) | Autor: Walther | Rubrik: netz@uge.nblick, zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


YARPPizität tag und nacht

5 März, 2012 (19:27) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

endlich
denkwürdige nacht
und dazu zwitschern laut die finken
diese nacht
das süße nichtstun

Beitrag vom 5 März, 2012 (19:27) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


nichts als

11 März, 2011 (20:23) | | herz & lenden, zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

noch gestern die zeiten vermessen
schon heute die daten vergessen
die räume der welten erkundet
sich rasch dabei selber umrundet

die phasen des mondes durchleuchtet
wenn nebel die morgen befeuchtet
verendet das glänzen der sterne
vermittelt die nähe von ferne

ich habe die augen gerieben
so müde die verse geschrieben
die ich hier zu Kränzen dir winde
weil ich dich sonst nimmermehr finde

du bist meine zeitlose rose
ich flüchte mich in meine pose
den ruhm deiner schönheit zu singen
wenn äther und wähnen verklingen

dann messe ich uns und die tage
bespreche die ewige frage
was von mir am Ende denn bliebe
es wär nichts als du und die liebe

Beitrag vom 11 März, 2011 (20:23) | Autor: Walther | Rubrik: herz & lenden, zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Wintervogelhaikus

3 Januar, 2011 (14:23) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

Der Kater erstarrt “
Die Meisen spielen Fangen
Vor seiner Nase

Am Vogelhäuschen
Schimpfen lautstark die Meisen “
Ein Eichelhäher

Vogelversammlung “
Specht, Eichelhäher, Meisen
Im kahlen Kirschbaum

Beitrag vom 3 Januar, 2011 (14:23) | Autor: Walther | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


liebesknochen

26 Oktober, 2010 (19:18) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

der liebesknochen ist zerdrückt, genossen
hab ich süssen duft wie krospen bruch,
bevor ein klumpen krimskram mich verdrossen
hat; verklebt zerzettelt ist, was spruch-

reif schien dahin, jetzt unentzifferbares.
der satz vom grunde, gründlich, unbegründet,
der tiefe grund im grunde, bisher war es
ein grundlos wort voll gründlichkeit und sünde.

ich wandle ohne freud in zettels gossen
zum jungfernbrunnen lach’nder augenherzen,
und kichern muss ich angesichts der possen.

ich mag nichts reimgemachtes mehr ergattern
in resten alter melodien aus terzen.
bis neue zettelei zerteilt metaphern.

(für karl)

Beitrag vom 26 Oktober, 2010 (19:18) | Autor: Kathrin Drescher | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Der Dichter und die Fliege

12 August, 2010 (21:37) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

Der Dichter sitzt vor seinem Blatt
Und sieht dort nichts als weiße Leere.
Er fühlt sich müde, schlapp und matt.
Es geht ihm an die Künstlerehre,

Weil er so sitzt den dritten Tag:
Das ist nicht wirklich sehr erlabend.
Er fragt, woher das kommen mag,
Entdeckt, es fällt ihm grad der Abend

Vom Himmel hoch auf seinen Tisch.
Das Blatt bleibt blank, die Augen tränen,
Denn, selbst wer sitzt, bleibt nicht lang frisch,
Wie sich die Jungen morgens wähnen,

Wenn sie nach kurzer Nacht im Bett
Den Tag erfreut in Angriff nehmen.
Vor seinem Kopf hat er ein Brett.
Die Muse will sich nicht bequemen,

Mal kurz bei ihm vorbeizuschaun
Und ihm den einen Kuss zu schenken.
Der Dichter trauert, fühlt sich down.
Es hilft ihm nichts, kein Kopfverrenken:

Es will nicht werden, das Gedicht.
Der Bleistift ist ganz feucht vom Drehen.
Die Fliege summt frech vorm Gesicht.
Er träumt und kann sie nicht mal sehen.

Beitrag vom 12 August, 2010 (21:37) | Autor: Walther | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Haiku

31 Juli, 2010 (16:00) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

Auf der Seebrücke.
Ihre Schatten verhallen
im gleißenden Licht

Beitrag vom 31 Juli, 2010 (16:00) | Autor: Ramona Linke | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Päonienhaikus

17 Mai, 2010 (20:44) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

I

Die weiße Knospe
Der Pfingstrose ist offen “
Weiß das die Biene?

II

Die Hummel hat die
Pfingstrose heute morgen
Erstmalig besucht

III

Die gelbe Blüte
Der alten Päonie
Schläft noch einen Tag

IV

Die dicken Knospen
Der roten Päonie –
Morgen schlägt ihr Herz

Beitrag vom 17 Mai, 2010 (20:44) | Autor: Walther | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Dichter Kosmos

16 April, 2010 (23:44) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

Eben fragte ich Omar Khayyam, was Elvira fragt.
Und er sagt:
Du weißt ja, dass ich auch Astronom bin. Besonders fesselt mich
zur Zeit die dunkle Seite des Kosmos.
Sie ist das versteckte Rückgrat des Alls.
Doch was das bedeutet?
Dunkle Energie = 73%
Dunkle Materie = 23 Prozent

Aus allen Richtungen und pausenlos fliegt Licht
Sterne, Kometen, Sternschnuppen, Nebel… alles spricht
Doch das sind nur 4% der Welt
Der Rest, die dunkle Seite wird mein Gedicht

Denn aus unsichtbarer Poesie besteht die Welt
die Kraft, die alles formt, zerreißt, zusammenhält
Astronomen schauen wie berauscht ins All
Unsichtbare Dichte(r) auf dem großen dunklen Feld

Beitrag vom 16 April, 2010 (23:44) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Dunkle Energie

15 April, 2010 (23:49) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

 
Heute abend wieder im Gespräch mit Khayyam
Er schaut in den Himmel und fragt, ob die dunkle Energie Poesie ist?
Denn sie umgibt uns überall, doch wir sehen sie nicht, nur manchmal blitzen
Gedanken wie von ihr geschrieben so dunkel wie poetisch.
Doch manche denken an ganz andre Dinge oder gar nicht,
wie die blöden Kerle, von denen Werner schreibt.
Oh, wundere ich mich, du schaust auch in den tagebau?
Na klar, das Netz ist poetisch?!
Und er sagt klangvoll:

In vielen Dimensionen lebt die Fantasie
Darin tanzen Verse mit dunkler Energie
Erlebe sie mit allen Sinnen jeden Tag
statt rumzublöken wie das liebe doofe Vieh

Beitrag vom 15 April, 2010 (23:49) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Sestine

13 April, 2010 (13:10) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

Gezählt wird eins bis sechs und umgekehrt verdreht, dann um die sechs bis eins zurück –
Ach was, das Labyrinth poetischer Fleißarbeit bleibt liegen, denn die Liebe ist ein Kiesel, der in der Sonne lacht,
und die Sestine inmitten der Mauerblümchen lächelt verschmitzt direkt ins Auge.

Beitrag vom 13 April, 2010 (13:10) | Autor: Kathrin Drescher | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Es treibt mich auf die Straße in die Sonne

3 März, 2010 (16:09) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

Es treibt mich auf die Straße in die Sonne:
Der erste satte Strahl fällt aufs Gesicht.
Dem Winter droht der Tod. Vielleicht auch nicht.
Voll Übermut kick ich die Streusalztonne

In eine dunkle Ecke. Jetzt ist Schicht
Mit Eis und Schnee, jetzt kommen Frühjahrswonnen.
Das Leben hat erneut die Schlacht gewonnen.
Das Kalte geht. Die Lust wird Bürgerpflicht.

Ich kann das Neue fühlen, spüren, riechen.
Der Wind ist nicht mehr scharf, nein, zart und lind.
Die Welt hört endlich auf, dahinzusiechen.

Ich freu mich wie ein ungestümes Kind
Und möchte in die Krokusblüten kriechen,
Die aus dem Nichts hervorgebrochen sind.

Beitrag vom 3 März, 2010 (16:09) | Autor: Walther | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Als Anschauung

20 Februar, 2010 (19:09) | | zahlenfolge.n@tur.net | 2 Kommentare

Am Sonnenfenster
Orchideen –
Blüten schnäbeln
Reihenweise duftlos

Spieren strecken sich
Ins Luftige –
Weiter
Immer weiter

Befeuchten –
Tropfennebel netzen
Große Blätter
Glänzen

Schmarotzer können
So schön sein
Zum Anbeten –
Nichts geben sie

Als Anschauung

Beitrag vom 20 Februar, 2010 (19:09) | Autor: Walther | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | (2) Kommentare


Taw

19 Februar, 2010 (01:08) | | zahlenfolge.n@tur.net | 3 Kommentare

Beitrag vom 19 Februar, 2010 (01:08) | Autor: Kathrin Drescher | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | (3) Kommentare


Musik mitgeschrieben

18 Februar, 2010 (23:16) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

 
31.1.10
Ultraschall – Festival
Ein Stück von Turnage

Zeit malt
bis an die Grenzen
Ein Ruf
noch ein Ruf
meine Augen
jeden Morgen
Sehnsucht nach dem Meer
Der Wind lacht furios
Wellen streicheln
locken
Wie grün
wenn ich erwache
Vögel Perlen
ein Ziel ein Pfeil
verdreht
Die Berge singen
Regenbögen
die Hände meiner Mutter

Beitrag vom 18 Februar, 2010 (23:16) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Komposition

15 Februar, 2010 (23:40) | | zahlenfolge.n@tur.net | 1 Kommentar

Als Schmetterling im All komponiere ich


                              Ein  Stück 
                    zerfliegt in Sieben in Acht in Neun
                Räume fordert der Raum
            explodiert
        und schlägt Funken

     Wand und Säulen aus Flammen 
    träumen
    flörrbökbökööööö
   streunen durch die Zeit streuen 
  und quietschen
Parallaxen
 Hyaden neben Beteigeuze
    Die Göttinnen des Regens
        donnern
          in elf Spuren atmend
            tanzen Geräusche
                  und verschmelzen
                     ganz langsam 
                        von draußen nach drinnen
                           aufsteigend 
                               von dunkel nach hell
                                   in Spiralen
                                        frei im Raum
                                          zur Melange verschränkt
                                               Klanglebewesen gebärend
                                                  Sie tauchen auf den Wegen 
                                                        auf und unter
                                                            und dieses Licht
                                                                 und das Blau dahinten 
                                                              saugt uns ein

                                                   Dropöwöuouuuuu

                                               wieder 
                                         dreht 
                                   sich 
                               der 
                         Wind 
                      um

Beitrag vom 15 Februar, 2010 (23:40) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


Weltall Schmetterling

14 Februar, 2010 (00:13) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren


                           Auf 
                     den Flötentönen 
                  in die Symphonie das 
                 All flatternde Flötentöne singende
           Schmetterlinge 
         Farben tönen Jeder Flügelschlag Alles schwingt
             Saiten klein und vielsaitig Ich besteige sie 
                         kletternd auf den Flötentönen
                          unzählig schwingend 
                                 hin und her.
                                  in Milliardstel 
                                Billionstel 
                              Billionstel 
                              Metern
                              tief 
                               und
                               schwer 
                                  leicht 
                                     und 
                                       hoch
                                        in vielen Dimensionen
                                          dick und dünn 
                                             die Töne fliegen
                                                 verdoppeln sich
                                                     verschwinden
                                                        Ich flattere 
                                                          und klettere 
                                                             weiter
                                                                Auf den Saiten
                                                                      Jeder Schritt
                                                                           ein Orchester
                                                                               Ein Schmetterling
                                                                                     der flötend tanzt 
                                                                                     und 
                                                                                     tr
                                                                                    o
                                                                                  mm
                                                                               e
                                                                             l
                                                                          t

Beitrag vom 14 Februar, 2010 (00:13) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Flötenbild

12 Februar, 2010 (22:56) | | zahlenfolge.n@tur.net | 2 Kommentare


                                      
                                                                      
                                      
                                                                      

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                               O     O
                                     I
                                   

  und die Sterne
flöten auch und dunkel tief
aus der Ferne
Helioseismologen
lauschen
 was sie erzählen
aus ihrem Bauch

Beitrag vom 12 Februar, 2010 (22:56) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | (2) Kommentare


Der Winter ist doch schön!?

10 Februar, 2010 (23:48) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren


Stiller Morgen                      Im Wald
  Kein Mensch nirgends        Die großen Flocken fallen
       Nur ein Flugzeug brummt   lautlos in den Schnee 

                Der kalte Winter              Zur Balz
                     Die nackten Bäume       Ein Specht trommelt
                            weiß angezogen       tr tr tr tr tr   

                     Steigt aus dem Auto          Mit zwei Hunden
                und als ob er gehen lernt  Frauchen hält sich daran fest
          durch den Schnee             auf glatten Wegen

      Das andre Ufer                    Die Kinder
   Der unsichtbare See        Steine schmeißen auf das Eis
blendend weiß                dass es kracht

Beitrag vom 10 Februar, 2010 (23:48) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Gedanke auf Japanisch

6 Januar, 2010 (09:43) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

Trommler hält Rhythmus “
wie dieser mich mit sich treibt!
Natur ist das nicht.

Beitrag vom 6 Januar, 2010 (09:43) | Autor: Uwe Schick | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Skalli

11 Oktober, 2009 (14:54) | | zahlenfolge.n@tur.net | 4 Kommentare

Skalli

„vom Wolf, der der Sonne folgt“

Beitrag vom 11 Oktober, 2009 (14:54) | Autor: Kathrin Drescher | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | (4) Kommentare


Du kleine Orchidee

28 August, 2009 (20:40) | | terra/adern/fluss.linien, zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

Bist Du die kleine Orchidee
Und zeigst mir Deine Blütenblätter?
Lässt Du mir Deine Lippen blühn?
Du solltest ernsthaft Dich bemühn!
Ich bin Dein weißer Ritterretter.
Sei nett und lob mich übern Klee!

Mir wird ganz warm ums arme Herz:
Es will mir eine Hoffnung grünen.
Du bist, Du Blume, wunderschön!
Und wenn ich gießend Dich verwöhn,
Dann muss ich dieses niemals sühnen!
Die frühe Lieb“ ist tiefer Schmerz!

Mach, dass ich das nicht sehen kann:
Du lässt doch nicht die Blätter welken
Und wirst zu schwach zum Blütentrieb.
Dann habe ich Dich nicht mehr lieb
Und werf Dich zu den alten Nelken.
Drum zeig Dich, Knospe, streng Dich an!

Beitrag vom 28 August, 2009 (20:40) | Autor: Walther | Rubrik: terra/adern/fluss.linien, zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Mir graut vor nichts

29 Mai, 2009 (13:06) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

Es klatscht der Mohn mir ins Gesicht.
Die Sonne hält, was sie verspricht,
Und brennt ein Loch mir in den Pelz.
Der Amsel, die laut pfeift, gefällt’s.

Der Türkenmohn prallt feuerrot.
Ich denke nichts, das Hirn wie tot,
Und fahre Kreise um die Bäume.
Als ich das Gras beiseite räume,

Erahne ich, was Wüste heißt:
Die Stirne, die sich rasch verschweißt,
Erleuchtung trifft durch Sonnenstrahlen,
In denen sich die andern aalen.

Das Mähen ist mein Lieblingsjob:
Man fräst sich durch sein Biotop,
Verflucht die Büsche, die drin sitzen,
Gerät ins Grübeln und ins Schwitzen.

Der Grind ist dumpf, das Leben schwer,
Die Arbeit hart, die Flasche leer,
Der Rücken schmerzt, rot ist die Haut:
Wohl dem, dem nicht mal davor graut.

Das Kreiseziehn macht einen hin,
Und dem kann ich mich nicht entziehn.
Doch nach dem Mähen gibt’s ein Bier:
Bis dahin aber stirbt man schier.

Beitrag vom 29 Mai, 2009 (13:06) | Autor: Walther | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Rotes Wunder

15 Mai, 2009 (21:25) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

Die Päonie
Rotes Wunder
Stolz strahlend recken sich die
ßffnenden Blüten
Der Himmel trägt sich leicht

So leicht
Wattebauschleicht bewölkt
Die Biene bleibt ruhig
Das Leben
Trügerisch

Geht so leicht
Verwelkt so leicht
Der Hagelsturm
Hat sie
Entblättert

Meine Rose
Entblättertest Du Dich
Ich läg Dir
Stolz Strahlende
Viel.leicht zu Füßen

Beitrag vom 15 Mai, 2009 (21:25) | Autor: Walther | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Heuschnupfen

19 April, 2009 (18:09) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

– Kirschblütensonett –

Dort steht ein rosa Meer aus Kirschenblüten.
In diesem Baum drin stehe ich gebannt.
So etwas Schönes, hätt“ man’s nicht gekannt,
Man würd’s nicht glauben wollen: Bienen mühten

Sich schon seit früh am Morgen: Allerhand
Gab es da zu bestäuben. Wie sie wüten!
Mir scheint, als ob die zarten Flügel glühten!
Ich streiche durch das Meer mit zarter Hand.

Im Vogelhaus hör ich ein leises Knistern.
Die Meischen bauen sich ihr weiches Nest.
Jetzt heißt es schweigen, nicht mal sachte flüstern.

Ich bücke mich, halt meine Brille fest.
Dann kneife ich mir vorsichtig die Nüstern:
Die Allergie entwickelt sich zur Pest!

Beitrag vom 19 April, 2009 (18:09) | Autor: Walther | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Schnee mit Pferdefüßen

1 Februar, 2009 (10:28) | | zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

Quietschende Haustür. Eine über Nacht ins Weiße verwandelte Szene. Alles ist mit Schnee überpudert, frisch, unberührt. Die Straße: weißer, vor mir ausgebreiteter Teppich, den ich nur zögernd betrete. Die Sohlen meiner Schuhe hinterlassen haargenaue Abdrücke, ihr spiegelverkehrtes Profil. Jeder Schritt erzeugt einen gedämpften Knall. Der Schnee fühlt sich unter meinem Gewicht wie eingedrücktes Pulver an: dumpfes Knirschen einer nassen Konsistenz in Gestalt trockener Watte – paradox. Jedes Detail hat einen weißen Nerz übergeworfen bekommen. Oder eine Bettdecke, gar ein Plumeau. Da, die weiße Haube auf der Mauer. Sogar die Seitenspiegel der geparkten Autos scheinen in Pelzmützen gemummelt zu sein.
Auf der Neusserstraße ist die schöne weiße Fläche schon hässlich verschmutzt: Frühverkehr. Graue Spritzer schießen zischend unter den Reifen weg. Glänzend schwarze Löcher bleiben zurück. Entzauberung des Märchenhaften. Herunterklatschen tauender Klumpen von Schaufenstersimsen. Tröpfeln von der Dachrinne auf meinen Kopf: fies! Riesige Kipplaster donnern vorbei, brüllende Kolosse mit einer grünen Plastikblende: Mützenschirm über der Windschutzscheibe, heruntergeklappt – damit der Fahrer im Führerhaus nicht vom grellen Laternenlicht geblendet wird? Straßenbahnschienen: schwarze Linien im noch unberührten Schneestreifen zwischen den Fahrbahnen.
„In China haben die Damenfüße viel Ähnlichkeit mit Pferdefüßen“, lese ich im mitgenommenen Hebbel, stampfe mit meinen Eisklumpen auf und denke: meine hier auch.

Beitrag vom 1 Februar, 2009 (10:28) | Autor: Kasper Grimm | Rubrik: zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


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