Beiträge zu labyrinth/wort.gewebt.

Wirf antworten

29 Mai, 2014 (15:10) | | labyrinth/wort.gewebt. | Kommentieren

Wirf mir antworten zu
ich will die fragen fragen
sie mir auf der zunge
zergehen lassen

Sie schmecken
an ihnen riechen
mich in ihr herz stehlen
ihnen zu hören

Wirf mir blicke zu
damit ich dich lesen kann
ein du in mir finden
ein wir denken und

Handeln
endlich handeln

Beitrag vom 29 Mai, 2014 (15:10) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt. | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Ein Liebeslied

17 Mai, 2014 (12:28) | | blut.bahnen/rauschen, netz@uge.nblick | Kommentieren

Das Leben ruft sich Atem zu und sieht,
Was man nicht hören kann; es riecht das Sterben
Und will doch immer weiter leben. Erben
Vermag es nicht, vererben nur. Ein Glied

Der Endloskette, die begann, als aus
Dem Nichts ein Sein entsprang, das sucht
Und niemals finden darf. Es ist verflucht,
Verdammt, sich weiter auszudehnen. Haus

Ist Hütte. Schutz ist Traum. Die Hoffnung Glaube.
Du bist es, Liebste, der ich Atem raube,
Die, die ich höre, ohne sie zu sehen,

Die, die ich rieche, ohne satt zu werden.
Ich werfe sie ins All, Angst und Beschwerden.
Wir werden auch das Sterben überstehen.

Für meine Liebste

Beitrag vom 17 Mai, 2014 (12:28) | Autor: Walther | Rubrik: blut.bahnen/rauschen, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Sinnes täuschung

4 Mai, 2014 (17:21) | | labyrinth/wort.gewebt. | Kommentieren

Wenn das müde auge endlich
einen halt findet – am horizont
immer weiter bis die weite
verendet

Ruhe ich in unruhe zittere mir
die angst aus den haaren und
schaue mir die zeiger an die
unverrück

bar die zeit zeigen höre die
unruh sie vor rücken lassen
mit dem rücken zur wand die
verschwindet

im dunst des nächtigen tages
am horizont über ihn hinaus
ins all verebbt und zu nichts
erkaltet –

wenn die alten ohren letztlich
hörig werden und ungehöriges
ab lauschen lauscher gespitzt
geräusch los

verstumme ich begreife die
frage stellung als zeichen aus
rufe verdampfen zu wolken aus
satz zeichen

Beitrag vom 4 Mai, 2014 (17:21) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt. | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Österliches

22 April, 2014 (08:23) | | goldener schnitt | Kommentieren

Gebete klingen durch den Raum,
Den hohe Fenster farbig säumen.
Man kann durch ihre Splitter träumen,
Und das Gemurmel hört man kaum.

Den hohen Turm umflattern Tauben.
Ihr Weiß ist grau; die Tauben taub,
Und alles Träumen wird zum Raub
All derer, die den Glauben rauben.

Ein Glockenklang verziert die Luft.
Sie zittert sich zum Ton, soll rufen,
Und weißer Rauch schmerzt wie der Duft,

Den alte Spezereien schufen.
Ein fernes Licht strahlt durch die Kluft.
Der Esel scharrt mit feinen Hufen.

Beitrag vom 22 April, 2014 (08:23) | Autor: Walther | Rubrik: goldener schnitt | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Kenntnis

20 April, 2014 (17:17) | | labyrinth/wort.gewebt. | Kommentieren

– Daktylische sonett variation –

Es gab da den einen Der machte die worte
Die zeiten bewegen Und nächte erhellen
Die stimmen belegen Die hell über quellen
Und böses verneinen Doch von dieser sorte

Der worte die heilen Gibt es viel zu selten
Die einsamen rufer Die welten erretten
Sie bauten die ufer Zerschlugen die ketten
Und wanden zu seilen Die fäden die schnellten

Aus tiefen und höhen Könnt ihr sie nicht hören
Dann schließt eure augen Und spitzt eure ohren
Sonst hört ihr die leisen Gesänge verklingen

Als glichen sie flöhen Die gleich wieder springen
Nur vorher kurz saugen Sie sollen betören
Die herzen enteisen Sie wären verloren

Beitrag vom 20 April, 2014 (17:17) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt. | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Wenn die Erinnerung verblasst

27 Februar, 2014 (13:28) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Ein Lebenszeichen, das sich rettete,
Weil es lebendig blieb in einem Traum:
Die Bleiche, die im Tod so wächsern macht,
Erblüht, als pulste Blut durch sie hindurch,

Als würden Lider flattern, Lungen atmen,
Als wären Wangen rosig, warm die Hände.
Die Liebe kann die Endlichkeit besiegen,
Für den Moment, an dem sich Herzen rufen.

Ein Spiegelkabinett erschafft Gesichter,
Lässt rote Lippen Wangen zärtlich streifen
Und diesen wunderbaren Duft vorbeiziehn:

Die Angerufene scheint manifest! –
Wenn die Erinnerung verblasst, erlischt
Am Seelenhorizont ihr letztes Licht.

Beitrag vom 27 Februar, 2014 (13:28) | Autor: Walther | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Hollywood schaukeln

22 Februar, 2014 (13:46) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Du wirst das schon schaukeln
sprachst du in den garten
bei Hollywood in die spät

Sommer ahnung als der flieder
schmetter linge trug und du
nichts als dein lächeln

Die libelle kreiste um die
wasser lilien und die fische
spielten verstecken unter

Den see rosen blättern
über meinen bauch strich
ein laues lüftchen sein

Hauch ließ mich schaudern
als er den schweiß der liebe
streifte so als wollte er mich

Erinnern dass ein traum ein
traum bleibt auch wenn er deinen
mund hat und deine augen

Beitrag vom 22 Februar, 2014 (13:46) | Autor: Walther | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Auch als ich die wasser teilte

16 Oktober, 2013 (18:34) | | labyrinth/wort.gewebt., terra/adern/fluss.linien | Kommentieren

Auch als ich die wasser teilte
die die wüste aus machten
stand ich fest in strand dünen

Hörte den hafer wachsen
& sah volle körbe wie leere

Der wind der wind des himmels
kind blies meinen nord wester
nach süd osten kein lotse
fand sich das lot zu senken &
den faden zu schlagen

Da sammelte ich krebse die
sie am wüsten rand puhlen
folgte den würmern ins watt

Den nerz zog ich fester um mich
versandete in gummi stiefeln
die nase tropfte hart am wind
in dem die segel flatterten
ratterten während möwen schrien

Beitrag vom 16 Oktober, 2013 (18:34) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt., terra/adern/fluss.linien | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


YARPP himmel

11 Oktober, 2013 (19:32) | | netz@uge.nblick | 1 Kommentar

probeschuss
Schlag aus heiterem Himmel
Himmel hoch! Tor weit!
Der Himmel hängt ganz schief in den Scharnieren

Beitrag vom 11 Oktober, 2013 (19:32) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


YARRPsang

11 Oktober, 2013 (19:26) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Lieder im Winter
Gute Nacht
Herbstabend
mach doch strophen
Schweigende Träume

Beitrag vom 11 Oktober, 2013 (19:26) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Nach verborgenem graben

27 September, 2013 (17:33) | | herz & lenden, netz@uge.nblick | Kommentieren

Nach verborgenem graben
im verhau der seelen lagen
dich entdecken das du
& das wir auffinden

Die leichen einer wieder
belebung unter ziehen mit
einer träne im augen
winkel & einem seufzer

Der das herz auf gehen
ließe wenn du es hörtest
wo bist du liebste ruft er
in die zeiten schlünde

Beitrag vom 27 September, 2013 (17:33) | Autor: Walther | Rubrik: herz & lenden, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Dichter YARPP

6 September, 2013 (23:54) | | netz@uge.nblick | 1 Kommentar

Rat an einen Dichterkollegen mit schlechtem Ausgang
Der Dichter und die Fliege
Ein Märchen?
Wer dichtet

Beitrag vom 6 September, 2013 (23:54) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


YARPPizität des Dichters

5 September, 2013 (10:38) | | netz@uge.nblick, tage-bau | 1 Kommentar

Der Dichter und die Fliege
Dichter Kosmos
Es sprach ein Dichter
Kein Held

Beitrag vom 5 September, 2013 (10:38) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick, tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


YARPP stroph

1 September, 2013 (13:16) | | netz@uge.nblick | 2 Kommentare

Der Lehrer und der Philosoph
Zeilenfresser
Was Du willst
Ins Stammbuch schreiben

Beitrag vom 1 September, 2013 (13:16) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (2) Kommentare


mach doch strophen

1 September, 2013 (12:25) | | labyrinth/wort.gewebt. | Kommentieren

Ich dachte mir warum nur verse mach doch strophen
als ließe sich erkenntnis fassen in viel worte
von dieser feinen ziselierten dichter sorte
viel worte machen wissenschaft und philosophen
Poeten malen bilder sprache wunder orte
beschreiben greifbar schmerz und tod und katastrophen
in schönen bändchen für den nacht tisch und alkoven
klug aus tariert mit einer still geheimnis borte
Dort werden sie voll ahnung in die hand genommen
vom staub der zeit befreit sieht man die verse glänzen
wie es gelang dass wort und ton sich so ergänzen
fragt man sich achtungsvoll betroffen und beklommen
Erinnert sich des selbst gefühlten ganz verschwommen
und will die liebe gleich mit solchem vers bekränzen

Beitrag vom 1 September, 2013 (12:25) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt. | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Yarppizität, schlaflos

31 August, 2013 (23:15) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Unter einem Meer von Decken
Die Augen der Menschen
Sopor und immer mehr
Am nächsten Morgen
Nachtgeplänkel

Beitrag vom 31 August, 2013 (23:15) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


YARPPizität des weges

28 August, 2013 (08:22) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

ich geh die wege im spagat
entspringen wege
Lebensfragen
O A I EI EI, was?
Neues Thema – neues Glück:

Beitrag vom 28 August, 2013 (08:22) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Die wege sind verborgen

27 August, 2013 (20:22) | | beautiful people, herz & lenden, netz@uge.nblick | Kommentieren

Die wege sind verborgen, die die liebe geht:
sie führen über berge, über felder und
durch herzen und gedanken; mancher rote mund
spricht worte, die die welt bedeuten, obsolet
Im augenblick des hörens. farben, kunterbunt,
ein strauß aus lebensfragen, in den raum gesät,
damit sie wachsen, und, am ende viel zu spät
der antwort zugewandt, verdorrn im lauten rund
Des markts der möglich- und der eitelkeiten, die
Sich präsentieren, just, als wäre dieser tag
der letzte aller tage: sieger gibt es nie!
Nur die verlierer stehn am rand des treibens, sie,
die viel erhofften, sind im kalten sarkophag
und leiden still; das glück sitzt in der galerie.

Beitrag vom 27 August, 2013 (20:22) | Autor: Walther | Rubrik: beautiful people, herz & lenden, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


geflüsterte YARPPizität, leise

26 August, 2013 (23:21) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Das flüstern ist ein leises
Du stehst dort
svedenbourgs eistee
im flüstern der polarlichtfigur
spät sommer ahnung

Beitrag vom 26 August, 2013 (23:21) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


YARPP-Universum

25 August, 2013 (07:40) | | netz@uge.nblick, tage-bau | 3 Kommentare

Der Sommer eines Jahrs
handlungsreisender
deutschland in der nacht
Das Universum Klee
Mein Universum

Beitrag vom 25 August, 2013 (07:40) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick, tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | (3) Kommentare


Carpe diem

19 Juni, 2013 (21:25) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

„Amaretto ist ein geiles Zeug – ich bin schon lull und lall.“ (Spliff, Spaghetti Carbonara)

Carpe diem die italienischen
momente liegen an der adria &
singen azuro

da mag ein grappigno* zu kopf
steigen nach dem il conto per
favore & die

bedienung lächelt so becircend dass
das gelato in der sonne schneller
schmilzt als der schweiß von

der nase tropfen kann ragazzi &
das auf dem markt platz bei spliff
in swr3

* grappa minore = kleiner grappa

Beitrag vom 19 Juni, 2013 (21:25) | Autor: Walther | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Die sonne stürzt

16 Juni, 2013 (12:21) | | beautiful people, netz@uge.nblick, rausch (zustände), zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

Die sonne stürzt sich aus den blauen himmeln
& wird geboren in den gelben primeln
& in den oster glocken & den lilien
der bleiche mensch hat seine utensilien
um dieses strahlen mannhaft zu ertragen
die schwüle hitze stellt die lebens fragen
wie kann man klug am schicksal pfriemeln
vermeidet man das(s) toten glöckchen bimmeln
man steht & riecht an einer schönen rose
wie kommt man in die eng gespannte hose
des engels der da wie die rosen blüht
die sonne stürzt & unter der markise
sitzt lebens neben einer liebes krise
& selbst das lachen klingt schon ganz bemüht

Beitrag vom 16 Juni, 2013 (12:21) | Autor: Walther | Rubrik: beautiful people, netz@uge.nblick, rausch (zustände), zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Du stehst dort

10 Juni, 2013 (20:25) | | alptraum/ego.wunde, herz & lenden, netz@uge.nblick | Kommentieren

Du stehst dort in dem Meer aus Nacht und Schatten:
Der Mond bescheint dich fahl mit seinem Licht.
So überirdisch brennt es, dein Gesicht,
Und mit ihm alles Glück, das wir je hatten.
Ich rufe sie, die vielen Silbersterne:
Sie sollen dich geleiten in das Nichts,
Und mit den zarten Versen des Gedichts
Begleite ich dich in die kalte Ferne.
Das Träumen ist geblieben, und ich mache
Mir einen Spaß daraus, dass ich fast lache,
Wenn ich an deine Wangengrübchen denke!
Du bleibst in mir geborgen, in der Mitte,
Und gehst mit mir so jeden meiner Schritte,
Die ich zu dir als meinem Schicksal lenke.

Beitrag vom 10 Juni, 2013 (20:25) | Autor: Walther | Rubrik: alptraum/ego.wunde, herz & lenden, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Leugne die sehnsucht nicht

6 Juni, 2013 (20:27) | | herz & lenden, netz@uge.nblick, tage-bau | Kommentieren

Leugne die sehnsucht nicht
sie ists was bleibt wenn
die hand schwach das herz
schwer & der atem kurz
geworden sind

sie zaubert ein lächeln
auf die schrundigen lippen
lässt schmetterlinge auf
erstehn & das augen
licht strahlen wie jung
wir sind innen

da wo wir nicht altern &
nicht glauben wollen
dass die kälte die uns
beschleicht bald alles zu
decken wird & stille
machen weil doch die
immer nacht kommt

Beitrag vom 6 Juni, 2013 (20:27) | Autor: Walther | Rubrik: herz & lenden, netz@uge.nblick, tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Die Stadt und du

3 Juni, 2013 (20:05) | | beautiful people, netz@uge.nblick | Kommentieren

Du trittst auf den Balkon hinaus und siehst
Weit über deine Stadt. Du ahnst, im Zwielicht
Wird über dich entschieden. Was als Dünnschicht
Sich übers Denken legt, ist Angst. Du fliehst

Mit einem Falken auf den Turm. Im Wind
Spielst du das Kind, das du gewesen bist
Im Frühling. Fliehen ist nur schale List.
Wir werden doch bestraft, weil wir es sind,

Die all die Lügen leben, die enttäuschen,
Verdämmern in den selbst entfachten Räuschen.
Nun ist es Herbst. Der Wind bläst scharf und kälter.

Der Schal um deine Schultern will kaum schützen.
Die Frau mit kleinem Hund durchwatet Pfützen.
Die Stadt und du: Ihr werdet langsam älter.

Beitrag vom 3 Juni, 2013 (20:05) | Autor: Walther | Rubrik: beautiful people, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


gehont

25 Mai, 2013 (20:33) | | herz & lenden, labyrinth/wort.gewebt. | Kommentieren

wort fetzen gehont
passend sollen sie sein
die ohr muscheln lieb kosen
die tuben zum singen bringen

die späne die sie ließen habe
ich mit meinen händen auf
gelesen die finger kuppen
blutig die haut schartig
geraspelt vorher auf
meiner zunge

da lagen sie
anders & hatten
sich in den zahn lücken
verbissen scharf gewürzt

sie hätten das trommel fell
durch stoßen der nadel
gleich mit messers
schneide die hör
härchen coupiert
& ich

ich hätt dich
am end noch verlorn

Beitrag vom 25 Mai, 2013 (20:33) | Autor: Walther | Rubrik: herz & lenden, labyrinth/wort.gewebt. | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


theaterraincognita

8 April, 2013 (05:42) | | labyrinth/wort.gewebt. | Kommentieren

sitzen im theater
ein schreiber und sein block:
sagt der block, da weißer fleck auf karte
zu viel geschriebener incognita,
dass lauscht der off’ne mund
des schreibers dem theaterweiter.

lümmeln in solch‘ lounge’ger runde
ein halb geleertes und – pendant‘
ein halb gefülltes glas:
klagt das zweite über manchen
furz ob völlerei der worte,
wo ersteres entleert sich schon.

schreiben dann ein wort
und seine metze sich
in selbem überschneidend ein,
fordern silben wie gefang’ne
in des texttheaters selbem bett:
ZUSAMMENLEGUNG JETZT!

liest er dann, was er geschrieben,
schreiber, off’nen sinns und stifts,
block, nun ohne furcht vor’m
schwarz der weißen zeichen,
sind text und sein theater
wie nie zuvor jetzt wieder eins.

ögyr liest’s

Beitrag vom 8 April, 2013 (05:42) | Autor: Jörg Meyer (oegyr) | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt. | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


da

3 April, 2013 (11:56) | | labyrinth/wort.gewebt. | Kommentieren

die zeichen sprechen
auf dem federkiel reitend
ins weiß ziseliert welch
eine verschwendung
unumwunden gewunden
in verse gezwungen

da

eine spinne seilt sich
ab eilt über das blatt
und ihre beinchen in
feuchte tinte getaucht
schreiben eine andere
sprache existentiell und

da

verschwindet die spinne
kurz am seidenen faden
hängend klettert sie leis
dem dichter ins haar der
sich gerade verbeugt vor
der schwere der gedanken

Beitrag vom 3 April, 2013 (11:56) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt. | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


handlungsreisender

22 März, 2013 (10:28) | | labyrinth/wort.gewebt., terra/adern/fluss.linien | Kommentieren

eines tags wirst du
eine antwort kennen und
die frage dazu suchen

du wirst ahnen dass
es nicht ein schöner tag
ist sondern irgendeiner

und die frage wird sein

willst du ein immer
suchender sein einer der
voller antworten ist

die er nicht verstehen kann

weil ihm die fragen
fehlen oder einfach verloren
gegangen sind

weil die zeit darüber hin geht

und nichts bleibt was
als fernes echo taugte als
widerhall und eines tags

wirst du dich aufmachen

auf die suche die das ziel
das ende in sich trägt der fragen
der zweifel und ihrer selbst

Beitrag vom 22 März, 2013 (10:28) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt., terra/adern/fluss.linien | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


abgetreten – amphybrachische hexameter –

12 Februar, 2013 (10:59) | | alptraum/ego.wunde, lug & trug, netz@uge.nblick | Kommentieren

mein leben nimmt endlich ein ende /
das atmen geht nicht mehr behände //
es röchelt die staubige lunge /
es hechelt die hässliche zunge //
ich reib mir die augen die blinden /
und fürchte die sinne sie schwinden //
das sterben ist nur eine wende /
begeb mich in andere hände //
man hört nicht mehr alles gezüngel /
und furzt auf das schale geklüngel //
ich scheiß auf die ehre die sünden /
und muss keine lügen verkünden //
so lieg ich und will nur noch bleiben /
die letzten der worte zu schreiben //
da zuckt es nochmal in den lenden /
ich möchte mein schicksal gleich wenden //
doch winkt schon des lotsen laterne /
mein lieber das hättste jetzt gerne //

Beitrag vom 12 Februar, 2013 (10:59) | Autor: Walther | Rubrik: alptraum/ego.wunde, lug & trug, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Idee: Enno E. Peter & Sabrina Ortmann

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