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Diogenes, kurz gefasst.

14 November, 2014 (10:53) | | beautiful people, labyrinth/wort.gewebt. | 4 Kommentare

Diogenes sagt, ganz gefasst:
„Im Fass wohnt Ruhe, keine Hast.“
Er kennt daher auch keine Hektik.
Das nennt man Daubendialektik.

„Der Marx schreibt also Riesenmurks!“
Das Wissen unsres Demiurgs,
Dass Sein und Wein sich rasch entzwein,
Liegt tief im Fass bei ihm allein.

Der Philosoph schweigt still und lächelt.
Er sitzt, vom Geist des Weins umfächelt,
Der aus den Dauben sanft entschleicht,
Die er beim Reifen aufgeweicht

Und freundlich angereichert hat.
Diogenes schreibt Blatt um Blatt.
Die Schüler lauschen seinem Kritzeln.
Als ihn die Sonnenstrahlen kitzeln,

Verkündet kurz der weise Mann:
„Wohl dem, der klaglos warten kann.
Geht hin und kündet all den Fässern:
Ob’s dicht ist, weiß man nach dem Wässern.“

Beitrag vom 14 November, 2014 (10:53) | Autor: Walther | Rubrik: beautiful people, labyrinth/wort.gewebt. | Beitrag drucken Beitrag drucken | (4) Kommentare


Altweibersommer am Fuß der Alb

14 Oktober, 2014 (13:24) | | netz@uge.nblick, terra/adern/fluss.linien | 2 Kommentare

Welcher blaue Himmel hat sich so gemalt?
Krähen streiten mit dem Roten Milan, schreien.
Wolken schämen sich und bilden kleine Reihen,
Und die Sonne ist in guter Stimmung, strahlt

Heiter, so als wäre dieses Dasein Lachen,
Freude pur. Die Krähen stoßen hoch und nieder.
Dort, ein Schmetterling am fast verblühten Flieder,
Spielt noch Sommer. Ich pack meine sieben Sachen,

Schnür die Siebenmeilenstiefel: Raum gewinnen,
Will mich rasch noch ändern und mich neu besinnen.

Beitrag vom 14 Oktober, 2014 (13:24) | Autor: Walther | Rubrik: netz@uge.nblick, terra/adern/fluss.linien | Beitrag drucken Beitrag drucken | (2) Kommentare


Meine Welt in meiner Hand

29 August, 2014 (18:27) | | labyrinth/wort.gewebt., netz@uge.nblick | 2 Kommentare

Die Tage sind wie kleine feine Lichter:
Am Morgen knippst sie jemand an und abends
Knippst sie ein anderer ganz einfach aus.
Ich halte meine Welt in meiner Hand,

Bewundere sie jeden Tag aufs Neue.
Die Nacht hüllt alles ein, als müsste sie
Verbergen, was am Tag geschah, als wäre
Ein sanftes Ruhekissen angebracht.

Die Tage sind mal dunkler und mal heller:
Ich fühle, wie die Kriege Nadeln setzen,
Und spüre, wie der Sturm die Meere peitscht.

Ich sehe, dass nichts gut ist, wie es ist,
Doch sie muss weiterdrehen, meine Welt,
Damit ein Tag zum Licht der Erde werde.

Beitrag vom 29 August, 2014 (18:27) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt., netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (2) Kommentare


„Ab!“-Gesang

6 Juni, 2014 (16:23) | | haut.falten/masken.wahn, labyrinth/wort.gewebt. | 2 Kommentare

Das „Ab!“ ist kein Singen, nur spotzendes Kreischen.
Die Spucke, sie fliegt von den Lippen, ihr Rotzen
Ist wie solche Schreibe bloß elend, zum Kotzen.
Die Worte sind Saat nicht, sie mahlen, vermaischen:

Den windigen, billigen Beifall Erheischen,
Das ist das Bestreben, ein stammelndes Klotzen,
Mit Texten, die läufig vor Arroganz strotzen,
Sie sollen verführen, sich laut zu zerfleischen.

Wir halten zusammen, wir Kämpferpoeten!
Uns kann man bepinkeln, bespucken und treten:
Wir schmieden die Strophen, wir schreiben die Reime.

Man kann laut das „Ab!“ in den Äther trompeten,
Die Verse, sie steigen wie Weltraumraketen,
Verbreiten die Lyrik: Sie sä’n ihre Keime.

Beitrag vom 6 Juni, 2014 (16:23) | Autor: Walther | Rubrik: haut.falten/masken.wahn, labyrinth/wort.gewebt. | Beitrag drucken Beitrag drucken | (2) Kommentare


1 minutes to the next whisky bar

5 Juni, 2014 (23:48) | | labyrinth/wort.gewebt. | 1 Kommentar

1. kaligula, vilnius

2. verwunden mein Herz | mit einer monotonen | Mattigkeit

Drei Verse aus der ersten Strophe von Paul Verlaines Gedicht „Chanson d’automne“ waren vor 70 Jahren der Code für die französische Résistance, den Beginn des „D-Day“ zu markieren. Lyrik als Beginn jeder Befreiung …:

Paul Verlaine: Chanson d’automne

Les sanglots longs
des violons
de l’automne
Blessent mon coeur
d’une langueur
monotone.

Tout suffocant
Et blême, quand
Sonne l’heure,
Je me souviens
Des jours anciens
Et je pleure

Et je m’en vais
Au vent mauvais
Qui m’emporte
Deçà, delà,
Pareil à la
Feuille morte.

Die langen Schluchzer
der Geigen
des Herbstes
verwunden mein Herz
mit einer monotonen
Mattigkeit.

Ganz erstickend
und bleich, wenn
die Stunde schlägt,
erinnere ich mich
der einstigen Tage,
und ich weine.

Und ich gehe fort
mit dem bösen Wind,
der mich davonträgt,
hierhin, dorthin,
ähnlich dem
welken Blatt.

Beitrag vom 5 Juni, 2014 (23:48) | Autor: Jörg Meyer (oegyr) | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt. | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


Wirf antworten

29 Mai, 2014 (15:10) | | labyrinth/wort.gewebt. | Kommentieren

Wirf mir antworten zu
ich will die fragen fragen
sie mir auf der zunge
zergehen lassen

Sie schmecken
an ihnen riechen
mich in ihr herz stehlen
ihnen zu hören

Wirf mir blicke zu
damit ich dich lesen kann
ein du in mir finden
ein wir denken und

Handeln
endlich handeln

Beitrag vom 29 Mai, 2014 (15:10) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt. | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Ein Liebeslied

17 Mai, 2014 (12:28) | | blut.bahnen/rauschen, netz@uge.nblick | Kommentieren

Das Leben ruft sich Atem zu und sieht,
Was man nicht hören kann; es riecht das Sterben
Und will doch immer weiter leben. Erben
Vermag es nicht, vererben nur. Ein Glied

Der Endloskette, die begann, als aus
Dem Nichts ein Sein entsprang, das sucht
Und niemals finden darf. Es ist verflucht,
Verdammt, sich weiter auszudehnen. Haus

Ist Hütte. Schutz ist Traum. Die Hoffnung Glaube.
Du bist es, Liebste, der ich Atem raube,
Die, die ich höre, ohne sie zu sehen,

Die, die ich rieche, ohne satt zu werden.
Ich werfe sie ins All, Angst und Beschwerden.
Wir werden auch das Sterben überstehen.

Für meine Liebste

Beitrag vom 17 Mai, 2014 (12:28) | Autor: Walther | Rubrik: blut.bahnen/rauschen, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Sinnes täuschung

4 Mai, 2014 (17:21) | | labyrinth/wort.gewebt. | Kommentieren

Wenn das müde auge endlich
einen halt findet – am horizont
immer weiter bis die weite
verendet

Ruhe ich in unruhe zittere mir
die angst aus den haaren und
schaue mir die zeiger an die
unverrück

bar die zeit zeigen höre die
unruh sie vor rücken lassen
mit dem rücken zur wand die
verschwindet

im dunst des nächtigen tages
am horizont über ihn hinaus
ins all verebbt und zu nichts
erkaltet –

wenn die alten ohren letztlich
hörig werden und ungehöriges
ab lauschen lauscher gespitzt
geräusch los

verstumme ich begreife die
frage stellung als zeichen aus
rufe verdampfen zu wolken aus
satz zeichen

Beitrag vom 4 Mai, 2014 (17:21) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt. | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Österliches

22 April, 2014 (08:23) | | goldener schnitt | Kommentieren

Gebete klingen durch den Raum,
Den hohe Fenster farbig säumen.
Man kann durch ihre Splitter träumen,
Und das Gemurmel hört man kaum.

Den hohen Turm umflattern Tauben.
Ihr Weiß ist grau; die Tauben taub,
Und alles Träumen wird zum Raub
All derer, die den Glauben rauben.

Ein Glockenklang verziert die Luft.
Sie zittert sich zum Ton, soll rufen,
Und weißer Rauch schmerzt wie der Duft,

Den alte Spezereien schufen.
Ein fernes Licht strahlt durch die Kluft.
Der Esel scharrt mit feinen Hufen.

Beitrag vom 22 April, 2014 (08:23) | Autor: Walther | Rubrik: goldener schnitt | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Kenntnis

20 April, 2014 (17:17) | | labyrinth/wort.gewebt. | Kommentieren

– Daktylische sonett variation –

Es gab da den einen Der machte die worte
Die zeiten bewegen Und nächte erhellen
Die stimmen belegen Die hell über quellen
Und böses verneinen Doch von dieser sorte

Der worte die heilen Gibt es viel zu selten
Die einsamen rufer Die welten erretten
Sie bauten die ufer Zerschlugen die ketten
Und wanden zu seilen Die fäden die schnellten

Aus tiefen und höhen Könnt ihr sie nicht hören
Dann schließt eure augen Und spitzt eure ohren
Sonst hört ihr die leisen Gesänge verklingen

Als glichen sie flöhen Die gleich wieder springen
Nur vorher kurz saugen Sie sollen betören
Die herzen enteisen Sie wären verloren

Beitrag vom 20 April, 2014 (17:17) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt. | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Wenn die Erinnerung verblasst

27 Februar, 2014 (13:28) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Ein Lebenszeichen, das sich rettete,
Weil es lebendig blieb in einem Traum:
Die Bleiche, die im Tod so wächsern macht,
Erblüht, als pulste Blut durch sie hindurch,

Als würden Lider flattern, Lungen atmen,
Als wären Wangen rosig, warm die Hände.
Die Liebe kann die Endlichkeit besiegen,
Für den Moment, an dem sich Herzen rufen.

Ein Spiegelkabinett erschafft Gesichter,
Lässt rote Lippen Wangen zärtlich streifen
Und diesen wunderbaren Duft vorbeiziehn:

Die Angerufene scheint manifest! –
Wenn die Erinnerung verblasst, erlischt
Am Seelenhorizont ihr letztes Licht.

Beitrag vom 27 Februar, 2014 (13:28) | Autor: Walther | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Hollywood schaukeln

22 Februar, 2014 (13:46) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Du wirst das schon schaukeln
sprachst du in den garten
bei Hollywood in die spät

Sommer ahnung als der flieder
schmetter linge trug und du
nichts als dein lächeln

Die libelle kreiste um die
wasser lilien und die fische
spielten verstecken unter

Den see rosen blättern
über meinen bauch strich
ein laues lüftchen sein

Hauch ließ mich schaudern
als er den schweiß der liebe
streifte so als wollte er mich

Erinnern dass ein traum ein
traum bleibt auch wenn er deinen
mund hat und deine augen

Beitrag vom 22 Februar, 2014 (13:46) | Autor: Walther | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Auch als ich die wasser teilte

16 Oktober, 2013 (18:34) | | labyrinth/wort.gewebt., terra/adern/fluss.linien | Kommentieren

Auch als ich die wasser teilte
die die wüste aus machten
stand ich fest in strand dünen

Hörte den hafer wachsen
& sah volle körbe wie leere

Der wind der wind des himmels
kind blies meinen nord wester
nach süd osten kein lotse
fand sich das lot zu senken &
den faden zu schlagen

Da sammelte ich krebse die
sie am wüsten rand puhlen
folgte den würmern ins watt

Den nerz zog ich fester um mich
versandete in gummi stiefeln
die nase tropfte hart am wind
in dem die segel flatterten
ratterten während möwen schrien

Beitrag vom 16 Oktober, 2013 (18:34) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt., terra/adern/fluss.linien | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


YARPP himmel

11 Oktober, 2013 (19:32) | | netz@uge.nblick | 1 Kommentar

probeschuss
Schlag aus heiterem Himmel
Himmel hoch! Tor weit!
Der Himmel hängt ganz schief in den Scharnieren

Beitrag vom 11 Oktober, 2013 (19:32) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


YARRPsang

11 Oktober, 2013 (19:26) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Lieder im Winter
Gute Nacht
Herbstabend
mach doch strophen
Schweigende Träume

Beitrag vom 11 Oktober, 2013 (19:26) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Nach verborgenem graben

27 September, 2013 (17:33) | | herz & lenden, netz@uge.nblick | Kommentieren

Nach verborgenem graben
im verhau der seelen lagen
dich entdecken das du
& das wir auffinden

Die leichen einer wieder
belebung unter ziehen mit
einer träne im augen
winkel & einem seufzer

Der das herz auf gehen
ließe wenn du es hörtest
wo bist du liebste ruft er
in die zeiten schlünde

Beitrag vom 27 September, 2013 (17:33) | Autor: Walther | Rubrik: herz & lenden, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Dichter YARPP

6 September, 2013 (23:54) | | netz@uge.nblick | 1 Kommentar

Rat an einen Dichterkollegen mit schlechtem Ausgang
Der Dichter und die Fliege
Ein Märchen?
Wer dichtet

Beitrag vom 6 September, 2013 (23:54) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


YARPPizität des Dichters

5 September, 2013 (10:38) | | netz@uge.nblick, tage-bau | 1 Kommentar

Der Dichter und die Fliege
Dichter Kosmos
Es sprach ein Dichter
Kein Held

Beitrag vom 5 September, 2013 (10:38) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick, tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


YARPP stroph

1 September, 2013 (13:16) | | netz@uge.nblick | 2 Kommentare

Der Lehrer und der Philosoph
Zeilenfresser
Was Du willst
Ins Stammbuch schreiben

Beitrag vom 1 September, 2013 (13:16) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (2) Kommentare


mach doch strophen

1 September, 2013 (12:25) | | labyrinth/wort.gewebt. | Kommentieren

Ich dachte mir warum nur verse mach doch strophen
als ließe sich erkenntnis fassen in viel worte
von dieser feinen ziselierten dichter sorte
viel worte machen wissenschaft und philosophen
Poeten malen bilder sprache wunder orte
beschreiben greifbar schmerz und tod und katastrophen
in schönen bändchen für den nacht tisch und alkoven
klug aus tariert mit einer still geheimnis borte
Dort werden sie voll ahnung in die hand genommen
vom staub der zeit befreit sieht man die verse glänzen
wie es gelang dass wort und ton sich so ergänzen
fragt man sich achtungsvoll betroffen und beklommen
Erinnert sich des selbst gefühlten ganz verschwommen
und will die liebe gleich mit solchem vers bekränzen

Beitrag vom 1 September, 2013 (12:25) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt. | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Yarppizität, schlaflos

31 August, 2013 (23:15) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Unter einem Meer von Decken
Die Augen der Menschen
Sopor und immer mehr
Am nächsten Morgen
Nachtgeplänkel

Beitrag vom 31 August, 2013 (23:15) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


YARPPizität des weges

28 August, 2013 (08:22) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

ich geh die wege im spagat
entspringen wege
Lebensfragen
O A I EI EI, was?
Neues Thema – neues Glück:

Beitrag vom 28 August, 2013 (08:22) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Die wege sind verborgen

27 August, 2013 (20:22) | | beautiful people, herz & lenden, netz@uge.nblick | Kommentieren

Die wege sind verborgen, die die liebe geht:
sie führen über berge, über felder und
durch herzen und gedanken; mancher rote mund
spricht worte, die die welt bedeuten, obsolet
Im augenblick des hörens. farben, kunterbunt,
ein strauß aus lebensfragen, in den raum gesät,
damit sie wachsen, und, am ende viel zu spät
der antwort zugewandt, verdorrn im lauten rund
Des markts der möglich- und der eitelkeiten, die
Sich präsentieren, just, als wäre dieser tag
der letzte aller tage: sieger gibt es nie!
Nur die verlierer stehn am rand des treibens, sie,
die viel erhofften, sind im kalten sarkophag
und leiden still; das glück sitzt in der galerie.

Beitrag vom 27 August, 2013 (20:22) | Autor: Walther | Rubrik: beautiful people, herz & lenden, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


geflüsterte YARPPizität, leise

26 August, 2013 (23:21) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Das flüstern ist ein leises
Du stehst dort
svedenbourgs eistee
im flüstern der polarlichtfigur
spät sommer ahnung

Beitrag vom 26 August, 2013 (23:21) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


YARPP-Universum

25 August, 2013 (07:40) | | netz@uge.nblick, tage-bau | 3 Kommentare

Der Sommer eines Jahrs
handlungsreisender
deutschland in der nacht
Das Universum Klee
Mein Universum

Beitrag vom 25 August, 2013 (07:40) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick, tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | (3) Kommentare


Carpe diem

19 Juni, 2013 (21:25) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

„Amaretto ist ein geiles Zeug – ich bin schon lull und lall.“ (Spliff, Spaghetti Carbonara)

Carpe diem die italienischen
momente liegen an der adria &
singen azuro

da mag ein grappigno* zu kopf
steigen nach dem il conto per
favore & die

bedienung lächelt so becircend dass
das gelato in der sonne schneller
schmilzt als der schweiß von

der nase tropfen kann ragazzi &
das auf dem markt platz bei spliff
in swr3

* grappa minore = kleiner grappa

Beitrag vom 19 Juni, 2013 (21:25) | Autor: Walther | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Die sonne stürzt

16 Juni, 2013 (12:21) | | beautiful people, netz@uge.nblick, rausch (zustände), zahlenfolge.n@tur.net | Kommentieren

Die sonne stürzt sich aus den blauen himmeln
& wird geboren in den gelben primeln
& in den oster glocken & den lilien
der bleiche mensch hat seine utensilien
um dieses strahlen mannhaft zu ertragen
die schwüle hitze stellt die lebens fragen
wie kann man klug am schicksal pfriemeln
vermeidet man das(s) toten glöckchen bimmeln
man steht & riecht an einer schönen rose
wie kommt man in die eng gespannte hose
des engels der da wie die rosen blüht
die sonne stürzt & unter der markise
sitzt lebens neben einer liebes krise
& selbst das lachen klingt schon ganz bemüht

Beitrag vom 16 Juni, 2013 (12:21) | Autor: Walther | Rubrik: beautiful people, netz@uge.nblick, rausch (zustände), zahlenfolge.n@tur.net | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Du stehst dort

10 Juni, 2013 (20:25) | | alptraum/ego.wunde, herz & lenden, netz@uge.nblick | Kommentieren

Du stehst dort in dem Meer aus Nacht und Schatten:
Der Mond bescheint dich fahl mit seinem Licht.
So überirdisch brennt es, dein Gesicht,
Und mit ihm alles Glück, das wir je hatten.
Ich rufe sie, die vielen Silbersterne:
Sie sollen dich geleiten in das Nichts,
Und mit den zarten Versen des Gedichts
Begleite ich dich in die kalte Ferne.
Das Träumen ist geblieben, und ich mache
Mir einen Spaß daraus, dass ich fast lache,
Wenn ich an deine Wangengrübchen denke!
Du bleibst in mir geborgen, in der Mitte,
Und gehst mit mir so jeden meiner Schritte,
Die ich zu dir als meinem Schicksal lenke.

Beitrag vom 10 Juni, 2013 (20:25) | Autor: Walther | Rubrik: alptraum/ego.wunde, herz & lenden, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Leugne die sehnsucht nicht

6 Juni, 2013 (20:27) | | herz & lenden, netz@uge.nblick, tage-bau | Kommentieren

Leugne die sehnsucht nicht
sie ists was bleibt wenn
die hand schwach das herz
schwer & der atem kurz
geworden sind

sie zaubert ein lächeln
auf die schrundigen lippen
lässt schmetterlinge auf
erstehn & das augen
licht strahlen wie jung
wir sind innen

da wo wir nicht altern &
nicht glauben wollen
dass die kälte die uns
beschleicht bald alles zu
decken wird & stille
machen weil doch die
immer nacht kommt

Beitrag vom 6 Juni, 2013 (20:27) | Autor: Walther | Rubrik: herz & lenden, netz@uge.nblick, tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Die Stadt und du

3 Juni, 2013 (20:05) | | beautiful people, netz@uge.nblick | Kommentieren

Du trittst auf den Balkon hinaus und siehst
Weit über deine Stadt. Du ahnst, im Zwielicht
Wird über dich entschieden. Was als Dünnschicht
Sich übers Denken legt, ist Angst. Du fliehst

Mit einem Falken auf den Turm. Im Wind
Spielst du das Kind, das du gewesen bist
Im Frühling. Fliehen ist nur schale List.
Wir werden doch bestraft, weil wir es sind,

Die all die Lügen leben, die enttäuschen,
Verdämmern in den selbst entfachten Räuschen.
Nun ist es Herbst. Der Wind bläst scharf und kälter.

Der Schal um deine Schultern will kaum schützen.
Die Frau mit kleinem Hund durchwatet Pfützen.
Die Stadt und du: Ihr werdet langsam älter.

Beitrag vom 3 Juni, 2013 (20:05) | Autor: Walther | Rubrik: beautiful people, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Idee: Enno E. Peter & Sabrina Ortmann

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