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Im Grau des halben Tags

12 Mai, 2017 (15:54) | | alptraum/ego.wunde, herz & lenden, netz@uge.nblick | Kommentieren

Im Grau des halben Tags

Die Worte sinken in die weichen Kissen.
Dort, wo du lagst, verschwinden sie im Warmen.
Die Hoffnung wog so leicht in deinen Armen.
Ich weiß, ich werde beides sehr vermissen.

Die Vögel üben sich in Feindalarmen.
Man sieht den Milan weiße Fahnen hissen,
Die beiden Krähen jagen ihn verbissen:
Sie kennen mit dem Nestraub kein Erbarmen.

Im Grau des halben Tags kommt Angst in Schüben,
Da selbst die Mücken vor dem Stich verrecken.
Das Fenster in die Welt beginnt zu trüben:

Als sich die Sterne hinterm Mond verstecken,
Muss ich das Traurigsein erst wieder üben
Und weiß nicht mehr, wie‘s geht, das Wunden-Lecken.

Beitrag vom 12 Mai, 2017 (15:54) | Autor: Walther | Rubrik: alptraum/ego.wunde, herz & lenden, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Mit diesen vierzehn zeilen

6 März, 2017 (08:49) | | alptraum/ego.wunde, netz@uge.nblick, zugvögel/wind.bahnen | Kommentieren

Drum spreche ich mit diesen vierzehn zeilen
in eine welt die nicht versteht was ich
versteh weil sich die zeiten stets verkeilen
dass sie zerbricht & schreit so fürchterlich

Die kleine welt die in der kapsel springt
& aus ihr samt um früchtchen aus zu treiben –
ich höre wie der frühling singt & klingt
will meine hände an einander reiben

Als schon der sommerwind den lenz verbrennt
gewitter rasen durch die felder: golden
entleiben ähren sich – der winter kennt

Den herbst & keine rast & weißen tod
& in den gärten dorren blüten dolden
ich steh & sage hier von meiner not

Beitrag vom 6 März, 2017 (08:49) | Autor: Walther | Rubrik: alptraum/ego.wunde, netz@uge.nblick, zugvögel/wind.bahnen | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Es möge schneien

14 Dezember, 2016 (15:07) | | netz@uge.nblick, terra/adern/fluss.linien, terrere est humanum? | Kommentieren

Man könnte jetzt „Aleppo!“schreien.
Man könnte es auch einfach lassen.
Wir können uns das nicht verzeihen
Und müssten uns dafür wohl hassen.

Stattdessen geht das Bomben weiter.
Es wird geschossen und gestorben.
Der Himmel ist schön blau und heiter.
Für Weihnachten wird stark geworben.

Man könnt sich an die Nase fassen
Und könnte „Nieder Putin!“ schreien.
Wir werden es geschehen lassen
Und wünschen uns, es möge schneien.

Beitrag vom 14 Dezember, 2016 (15:07) | Autor: Walther | Rubrik: netz@uge.nblick, terra/adern/fluss.linien, terrere est humanum? | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Erfolgsgutschein

2 Januar, 2016 (17:45) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

„Hier, ‚Erfolgsgutschein‘!“ – „Gegen wen’e?“

Beitrag vom 2 Januar, 2016 (17:45) | Autor: Kathrin Drescher | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Weihnachten 2015 oder Sonett Falsche Mimosen

25 Dezember, 2015 (10:02) | | ego.t/error.welt, labyrinth/wort.gewebt., netz@uge.nblick | 2 Kommentare

Der Weihnachtsrummel ist vorüber und
Der letzte Schrei Geschenke in Paketen.
Wir denken an Sylvester und Raketen;
Doch drinnen sind die Herzen klein und wund.

Denn in der Welt verrufen Exegeten,
Was gut ist: Blankes Hassen schäumt ihr Mund.
Der Heiland kommt nicht mehr zur Hohen Stund:
Ihn jagen üble Herrscher von Proleten.

Wir stehen an der Klippe vor dem Tosen
Und halten uns ganz fest an klammen Händen.
Im Garten blühen weiß die Christusrosen.

Wir fragen uns, wohin sich Zeiten wenden,
Und wissen, dass das Goldgelb der Mimosen
Die Hoffnung gibt, dass alle Winter enden.

Beitrag vom 25 Dezember, 2015 (10:02) | Autor: Walther | Rubrik: ego.t/error.welt, labyrinth/wort.gewebt., netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (2) Kommentare


die dienste des dienstags

2 Dezember, 2015 (04:02) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

… sind aus denen des „i don’t like mondays“ gewonnen | vorausschauend auf die mittwöchnerinnen der | tage des donners | bevor wir frei werden im gebet des | freien tages, schabbat schalom.

denn des dienstags straßen | durch die ich nachts geistere | sind leere kurz vor der mitternacht | am mittwoch ist markt auf den plätzen | voran, die fische frisch liegend auf kälterem eis.

und ich leiste den dienst an meinem | innstetteneinsamen | mache mich auf | den ingrimm zu stolz noch zu mimen,

meine maske : digital.

… sinken aus denen der mönchischen nächte | wo ich, selbige teilend in stunden | minuten nach sekunden | verharre, um zu scharren | mit den füßen im sand und getriebe | öl nicht in mein feuer gießend, doch quarz | ihn zu zerreiben.

denn des dienstes nächte | krankenschwestern, übermüdete feuerwehren | caste ich zu henneckes der nachtarbeit | singe das loblied selbst schlecht bezahlter arbeit | wissend um deren kreuze.

die sie an falscher stelle machen | nachwievorhut ihrer wie meiner selbstausbeutung | produzentinnen des eigenen unglücks | strebend nach glück,

das einst fällt ihnen | ein – und also vor die füße.

ögyr liest’s

Beitrag vom 2 Dezember, 2015 (04:02) | Autor: Jörg Meyer (oegyr) | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


montagsgespenster

2 Dezember, 2015 (03:53) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

„Es machen mir meine Gespenster / Sogar einen Tagesbesuch“ (Heinrich Heine: „Buch der Lieder“, 1827)

es wird nicht mehr hell | ich möchte ein licht anzünden im not for me der himmel | heute, mit schlämmkreide die wände der hölle weißen | nachahmend den cumshot der mutterbrust einst | in meinem rosigen, schielenden gesicht.

oder mit kohlestiften den teufel malen an die wand | skizze eines verlorenen einsamkiters | die feder zum schreiben aus seinen flügeln brechen | denen eines engels.

denn in meiner stadt … | ragen, das dämmern zu fassen, kräne | gerippend in das grau | auch dieses am besten | – oder gerade nicht – | zu vergessenden zweiten tages nach dem schabbat.

gespenster, sagt man, seien manifestationen des | unbewussten | denn von ihnen geweckt, schläft die | vernunft | am tage träumend durch die | nacht.

werd‘ ich mein schweigen darob verlängern | bis es nur noch zwei verse währt?

oder auf nur ein | …wort… | ?

es wird nie mehr dunkel | an solchen montagen, an denen ich | eine dunkelheit lösche | aufs papier | meinen getreuen, weißen, unschuldig, jungmännlichen | gast, der schaut aus den monadenfenstern | meines augenhöhlengleichnisses in mich.

oder mit den kohlen von bogenlampen | tausendere grade celsius heißer als meine | netzdünnhäutigkeit | die nacht erzwingen und den schlaf | der heilig ist den gerechten.

denn in meiner stadt … | singen die schiffe ihre choräle | von abschied und willkommen | tuten die toten matrosen | während ich an ihrer kerze eine zigarette | für sie zündschnüre.

die toten aber, sagt man | ruhen nicht, sie seien vielmehr | tot | offenes grab | kalkgrube | kühltruhe | abtauende wie die gletscher des gedichts.

montags also brech‘ ich mein schweige- | gelübde | schreie auf und an gegen | das und im gedicht.

auf ein wort also | … du, mein montag… | – -?!

ögyr liest’s

Beitrag vom 2 Dezember, 2015 (03:53) | Autor: Jörg Meyer (oegyr) | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


schokozigaretten 1970

6 Oktober, 2015 (00:56) | | beautiful people, netz@uge.nblick | 1 Kommentar

wir aßen schlanke schokozigaretten
und schliefen ruhig und träumten sanft vom tage
des nachts in noch behüteten der betten,
denn alles schien uns damals in der waage.

mein erster schultag: jetzt begann der ernst
des lebens, kindern eh’dem kaum verständlich.
denn er beginnt, erst wenn du dich entfernst,
bewohnst die kalte stadt, bist nicht mehr ländlich.

wie fremd sind mir mein ich und die familie
nach fünfundvierzig jahren, halbes leben
später, dreifach fetter mit mir rauchend …

und es rührt mich, diese kinder schauend
an, aus denen sich die zeiten weben:
ist denn das leben nur ein rauchgebilde?

(für meine cousins (sven & jochen) und cousinen (kiki & brita))

ögyr liest’s

Beitrag vom 6 Oktober, 2015 (00:56) | Autor: Jörg Meyer (oegyr) | Rubrik: beautiful people, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


amselmann.naturgedicht

16 August, 2015 (21:38) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

du stolzer amselmann an meinem fenster,
fliegst kurz herein und setzt dich auf den stuhl
des dichters, der noch nestelt die gespenster
und ist dein sand in seiner uhr, die uhl,

die schaut in tiefer nacht nach vögelbeute,
mit großem aug’ und noch mehr lauschend’ ohr,
nach unterschied vom gestern zu dem heute,
nachdem das morgen war schon längst davor.

der amselmann fliegt künftig dir voran.
ich folge nach auf ikarussins flügel,
ein solcher sturzflug hat mich angst und bang

gemacht, dass ich auch deine flügel kürzel,
mach’ stadt, land, fluss daraus zum venushügel
und putze eifrig mir wie er das bürzel.

(für julija)

ögyr liest’s

Beitrag vom 16 August, 2015 (21:38) | Autor: Jörg Meyer (oegyr) | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Laufschritt

21 Juni, 2015 (18:15) | | alptraum/ego.wunde, lug & trug, netz@uge.nblick | Kommentieren

Die Brache lag im Winterwind so blass
Und tot; die Krähen nickten drüber hin.
Am Himmel ballte sich ein Grau. Im Sinn,
Im Augenblick war nichts. Das Regennass

Zerplatzte in der Furchen Bahn. Der Donner
Verfolgte Blitz um Blitz ganz atemlos,
Und eine kahle Eiche schien jetzt riesengroß.
Er rumpelte fast wie ein Dreißigtonner,

Der auf der schlechten Straße Leerfahrt fuhr.
Ich nickte mit den Krähen still im Takt
Und floh die kalten lauten Tropfen nur.

Nein, es war nicht die Angst, die mich gepackt
Hat: In den Laufschritt schickte mich die Tat,
Die mir die Erde nahm, auf die ich trat.

Beitrag vom 21 Juni, 2015 (18:15) | Autor: Walther | Rubrik: alptraum/ego.wunde, lug & trug, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


In see gestochen

19 Juni, 2015 (15:31) | | herz & lenden, netz@uge.nblick | 4 Kommentare

Das leben ist ein schwankendes
wankendes boot auf wilden wassern
manch mal schießt es in den wind

Ein ander mal setzt es segel um sie
in fetzen verwandeln zu lassen die
in der takelage fähnchen spielen

der fähnrich setzt alles auf eine see
karte um die große über fahrt zu
begehen an steuer bord ein hai an

back bord ein schwert fisch der
fliegende holländer achtern & kein
land vor aus schreit das äffchen

im aus guck ich lass mich entern
entscheide ich nimm mich an den
haken ein hand segeln ist dröge

du darfst mich auch kiel holen meer
jungfrau winds braut see räuberin
die du mein herz harpuniertest

Beitrag vom 19 Juni, 2015 (15:31) | Autor: Walther | Rubrik: herz & lenden, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (4) Kommentare


Früchtchen

28 April, 2015 (14:21) | | beautiful people, lug & trug, netz@uge.nblick | Kommentieren

Du hast von den früchten gegessen
der erkenntnis wegen die süße
hat dir fast einen leber
schaden verpasst & ein pankreas
karzinom

Eva hat sich in eine hexe
verwandelt & dir den atem gestohlen
als sie dich zu schanden ritt
laut schimpfend

Nun hängst du am baum &
spielst mit dem galgen
strick atem los bewachst du
wald & flur

Dein singen ist nur würgen &
bloß stich deine bauch speichel
drüse – du hast kein hemd &
deine hose hängt anspruchslos
an den knien

Beitrag vom 28 April, 2015 (14:21) | Autor: Walther | Rubrik: beautiful people, lug & trug, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Ins gesicht gesunken

10 März, 2015 (18:20) | | labyrinth/wort.gewebt., netz@uge.nblick | 4 Kommentare

Die hohe stirn trägt die feinen acker
Furchen in die gedanken gesät
Wurden Fast würde voll die krähen
Füße gruben sich beim lachen
Um die augen ein & blieben

Im gesicht liegt ein leben
Begraben es erzählt geschichten
Wenn es schweigt stumm streicht
Der wind der vergangenheit
Über die feinen wangen härchen

Man möchte es in die hände
Nehmen & begütigend glätten
Die linien der fältchen nach
Ziehen & auf die lippen ein
lächeln streicheln liebste

Beitrag vom 10 März, 2015 (18:20) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt., netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (4) Kommentare


Sonettplejadennebel

18 Februar, 2015 (18:09) | | labyrinth/wort.gewebt., netz@uge.nblick | Kommentieren

Im Sternenhimmel hört man Bässe wummern.
Man sieht Gott Thor bis an die strammen Waden
Versinken in den Nebeln der Plejaden.
Er lächelt, lässt die müde Sonne schlummern.

Die Galaxien tanzen wild und schütteln
Die Arme hin und her. Den Fingerkuppen
Entströmen strahlend Perseidenschnuppen.
Durch Weltallsphären geht ein raues Rütteln.

Gott Thor ruft zischend „Schschsch!“ und danach „Ruhe!“
Denn alle Welt will doch noch etwas schlafen.
Er beugt sich in den Nebel, bindet Schuhe.

Am Himmel wimmelt es vor lauter Schafen.
Der Schlafmond steigt aus seiner schwarzen Truhe.
Gott Thor bleibt cool und schmunzelt, statt zu strafen.

Beitrag vom 18 Februar, 2015 (18:09) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt., netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Altweibersommer am Fuß der Alb

14 Oktober, 2014 (13:24) | | netz@uge.nblick, terra/adern/fluss.linien | 2 Kommentare

Welcher blaue Himmel hat sich so gemalt?
Krähen streiten mit dem Roten Milan, schreien.
Wolken schämen sich und bilden kleine Reihen,
Und die Sonne ist in guter Stimmung, strahlt

Heiter, so als wäre dieses Dasein Lachen,
Freude pur. Die Krähen stoßen hoch und nieder.
Dort, ein Schmetterling am fast verblühten Flieder,
Spielt noch Sommer. Ich pack meine sieben Sachen,

Schnür die Siebenmeilenstiefel: Raum gewinnen,
Will mich rasch noch ändern und mich neu besinnen.

Beitrag vom 14 Oktober, 2014 (13:24) | Autor: Walther | Rubrik: netz@uge.nblick, terra/adern/fluss.linien | Beitrag drucken Beitrag drucken | (2) Kommentare


Meine Welt in meiner Hand

29 August, 2014 (18:27) | | labyrinth/wort.gewebt., netz@uge.nblick | 2 Kommentare

Die Tage sind wie kleine feine Lichter:
Am Morgen knippst sie jemand an und abends
Knippst sie ein anderer ganz einfach aus.
Ich halte meine Welt in meiner Hand,

Bewundere sie jeden Tag aufs Neue.
Die Nacht hüllt alles ein, als müsste sie
Verbergen, was am Tag geschah, als wäre
Ein sanftes Ruhekissen angebracht.

Die Tage sind mal dunkler und mal heller:
Ich fühle, wie die Kriege Nadeln setzen,
Und spüre, wie der Sturm die Meere peitscht.

Ich sehe, dass nichts gut ist, wie es ist,
Doch sie muss weiterdrehen, meine Welt,
Damit ein Tag zum Licht der Erde werde.

Beitrag vom 29 August, 2014 (18:27) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt., netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (2) Kommentare


Ein Liebeslied

17 Mai, 2014 (12:28) | | blut.bahnen/rauschen, netz@uge.nblick | Kommentieren

Das Leben ruft sich Atem zu und sieht,
Was man nicht hören kann; es riecht das Sterben
Und will doch immer weiter leben. Erben
Vermag es nicht, vererben nur. Ein Glied

Der Endloskette, die begann, als aus
Dem Nichts ein Sein entsprang, das sucht
Und niemals finden darf. Es ist verflucht,
Verdammt, sich weiter auszudehnen. Haus

Ist Hütte. Schutz ist Traum. Die Hoffnung Glaube.
Du bist es, Liebste, der ich Atem raube,
Die, die ich höre, ohne sie zu sehen,

Die, die ich rieche, ohne satt zu werden.
Ich werfe sie ins All, Angst und Beschwerden.
Wir werden auch das Sterben überstehen.

Für meine Liebste

Beitrag vom 17 Mai, 2014 (12:28) | Autor: Walther | Rubrik: blut.bahnen/rauschen, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Wenn die Erinnerung verblasst

27 Februar, 2014 (13:28) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Ein Lebenszeichen, das sich rettete,
Weil es lebendig blieb in einem Traum:
Die Bleiche, die im Tod so wächsern macht,
Erblüht, als pulste Blut durch sie hindurch,

Als würden Lider flattern, Lungen atmen,
Als wären Wangen rosig, warm die Hände.
Die Liebe kann die Endlichkeit besiegen,
Für den Moment, an dem sich Herzen rufen.

Ein Spiegelkabinett erschafft Gesichter,
Lässt rote Lippen Wangen zärtlich streifen
Und diesen wunderbaren Duft vorbeiziehn:

Die Angerufene scheint manifest! –
Wenn die Erinnerung verblasst, erlischt
Am Seelenhorizont ihr letztes Licht.

Beitrag vom 27 Februar, 2014 (13:28) | Autor: Walther | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Hollywood schaukeln

22 Februar, 2014 (13:46) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Du wirst das schon schaukeln
sprachst du in den garten
bei Hollywood in die spät

Sommer ahnung als der flieder
schmetter linge trug und du
nichts als dein lächeln

Die libelle kreiste um die
wasser lilien und die fische
spielten verstecken unter

Den see rosen blättern
über meinen bauch strich
ein laues lüftchen sein

Hauch ließ mich schaudern
als er den schweiß der liebe
streifte so als wollte er mich

Erinnern dass ein traum ein
traum bleibt auch wenn er deinen
mund hat und deine augen

Beitrag vom 22 Februar, 2014 (13:46) | Autor: Walther | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


YARPP himmel

11 Oktober, 2013 (19:32) | | netz@uge.nblick | 1 Kommentar

probeschuss
Schlag aus heiterem Himmel
Himmel hoch! Tor weit!
Der Himmel hängt ganz schief in den Scharnieren

Beitrag vom 11 Oktober, 2013 (19:32) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


YARRPsang

11 Oktober, 2013 (19:26) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Lieder im Winter
Gute Nacht
Herbstabend
mach doch strophen
Schweigende Träume

Beitrag vom 11 Oktober, 2013 (19:26) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Nach verborgenem graben

27 September, 2013 (17:33) | | herz & lenden, netz@uge.nblick | Kommentieren

Nach verborgenem graben
im verhau der seelen lagen
dich entdecken das du
& das wir auffinden

Die leichen einer wieder
belebung unter ziehen mit
einer träne im augen
winkel & einem seufzer

Der das herz auf gehen
ließe wenn du es hörtest
wo bist du liebste ruft er
in die zeiten schlünde

Beitrag vom 27 September, 2013 (17:33) | Autor: Walther | Rubrik: herz & lenden, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Dichter YARPP

6 September, 2013 (23:54) | | netz@uge.nblick | 1 Kommentar

Rat an einen Dichterkollegen mit schlechtem Ausgang
Der Dichter und die Fliege
Ein Märchen?
Wer dichtet

Beitrag vom 6 September, 2013 (23:54) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


YARPPizität des Dichters

5 September, 2013 (10:38) | | netz@uge.nblick, tage-bau | 1 Kommentar

Der Dichter und die Fliege
Dichter Kosmos
Es sprach ein Dichter
Kein Held

Beitrag vom 5 September, 2013 (10:38) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick, tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


YARPP stroph

1 September, 2013 (13:16) | | netz@uge.nblick | 2 Kommentare

Der Lehrer und der Philosoph
Zeilenfresser
Was Du willst
Ins Stammbuch schreiben

Beitrag vom 1 September, 2013 (13:16) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (2) Kommentare


Yarppizität, schlaflos

31 August, 2013 (23:15) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Unter einem Meer von Decken
Die Augen der Menschen
Sopor und immer mehr
Am nächsten Morgen
Nachtgeplänkel

Beitrag vom 31 August, 2013 (23:15) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


YARPPizität des weges

28 August, 2013 (08:22) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

ich geh die wege im spagat
entspringen wege
Lebensfragen
O A I EI EI, was?
Neues Thema – neues Glück:

Beitrag vom 28 August, 2013 (08:22) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Die wege sind verborgen

27 August, 2013 (20:22) | | beautiful people, herz & lenden, netz@uge.nblick | Kommentieren

Die wege sind verborgen, die die liebe geht:
sie führen über berge, über felder und
durch herzen und gedanken; mancher rote mund
spricht worte, die die welt bedeuten, obsolet
Im augenblick des hörens. farben, kunterbunt,
ein strauß aus lebensfragen, in den raum gesät,
damit sie wachsen, und, am ende viel zu spät
der antwort zugewandt, verdorrn im lauten rund
Des markts der möglich- und der eitelkeiten, die
Sich präsentieren, just, als wäre dieser tag
der letzte aller tage: sieger gibt es nie!
Nur die verlierer stehn am rand des treibens, sie,
die viel erhofften, sind im kalten sarkophag
und leiden still; das glück sitzt in der galerie.

Beitrag vom 27 August, 2013 (20:22) | Autor: Walther | Rubrik: beautiful people, herz & lenden, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


geflüsterte YARPPizität, leise

26 August, 2013 (23:21) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Das flüstern ist ein leises
Du stehst dort
svedenbourgs eistee
im flüstern der polarlichtfigur
spät sommer ahnung

Beitrag vom 26 August, 2013 (23:21) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


YARPP-Universum

25 August, 2013 (07:40) | | netz@uge.nblick, tage-bau | 3 Kommentare

Der Sommer eines Jahrs
handlungsreisender
deutschland in der nacht
Das Universum Klee
Mein Universum

Beitrag vom 25 August, 2013 (07:40) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick, tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | (3) Kommentare


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