Beiträge im Jahr 2017

Paris, Texas

2 Juni, 2017 (11:36) | | ego.t/error.welt, lug & trug, terra/adern/fluss.linien | Kommentieren

Sometimes, no, mostly, you are fucked if the guy who runs office isn’t the brightest candle on the planet. Could be we got such a moment currently. Point is that Paris lies in Texas, London in Ohio, Berlin in New Hampshire and Wisconsin, and Rome in Georgia.

“The World is one.”
Even if you still believe that an extra USA sun burns the small rest of your brain in or out of your skull when standing in the center of Paris, TX, around high-noon time after a shoot-out at the O.K. corral – the bud in the notorious redneck bar is still as bad as it was last time. Steak and Ketchup is on sale. Sides are limited to fries, ice salad with vinegar dressing only. Thousand islands are down-under.
Go figure, Donald. It’s about time.

Übersetzt:

Manchmal, nein, meistens, steckt man in der Scheiße, wenn der Mensch, der dich regiert, nicht das hellste Licht auf der Welt ist. Sieht so aus, dass wir gerade diese Lage haben. Tatsache ist, dass Paris in Texas liegt, London in Ohio, Berlin in New Hampshire oder Wisconsin und Rom in Georgia.
„The World is one.“ (Die Welt ist eins).
Sogar wenn Du glauben sollest, eine spezielle US-Sonne würde Dir den kleinen Hirnrest aus oder in Deinem Schädel verbrennen, wenn Du auf dem Marktplatz in Paris, Texas, stehst, 12 Uhr mittags, nach dem Shoot-out im OK-Corral – das Budweiser ist so mistig wie das letzte Mal auch in der versifften Redneck-Kneipe. Steak und Ketchup gibt’s grade billiger. Als Beilagen sind nur Fritten auf der Karte, Eissalat bloß mit Essig und Öl. Thousand Islands sind bereits untergegangen.
Mach Dich vom Acker, Donald. Es ist höchste Zeit.

Beitrag vom 2 Juni, 2017 (11:36) | Autor: Walther | Rubrik: ego.t/error.welt, lug & trug, terra/adern/fluss.linien | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Im Grau des halben Tags

12 Mai, 2017 (15:54) | | alptraum/ego.wunde, herz & lenden, netz@uge.nblick | Kommentieren

Im Grau des halben Tags

Die Worte sinken in die weichen Kissen.
Dort, wo du lagst, verschwinden sie im Warmen.
Die Hoffnung wog so leicht in deinen Armen.
Ich weiß, ich werde beides sehr vermissen.

Die Vögel üben sich in Feindalarmen.
Man sieht den Milan weiße Fahnen hissen,
Die beiden Krähen jagen ihn verbissen:
Sie kennen mit dem Nestraub kein Erbarmen.

Im Grau des halben Tags kommt Angst in Schüben,
Da selbst die Mücken vor dem Stich verrecken.
Das Fenster in die Welt beginnt zu trüben:

Als sich die Sterne hinterm Mond verstecken,
Muss ich das Traurigsein erst wieder üben
Und weiß nicht mehr, wie‘s geht, das Wunden-Lecken.

Beitrag vom 12 Mai, 2017 (15:54) | Autor: Walther | Rubrik: alptraum/ego.wunde, herz & lenden, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


keine(r) da

12 Mai, 2017 (03:16) | | ego.t/error.welt, herz & lenden, hyper pixels, terrere est humanum? | 1 Kommentar

keine da, keiner war,
nur ich, der mir glich.
jede liebt, jeder lebt,
doch ich nicht

„not for me“

nur noch ich, der liebte,
blieb allein und schrieb,
was ich sagte wie beklagte,
was mir schien, wie einst in wien

„not for me“

freud’ auf deiner couch,
statt dass mich knautscht
und darauf knutschte,
wo ich verpfuschte

„not for me“

liebe lang und unverwandt,
im traum und raum verlangt,
fällt mir leicht und nicht mehr schwer,
denn ich komm’ vom leiden her

„not for me“

wie wird das enden, aus den händen?
sand aus der zerbroch’nen uhr,
im glas noch allererster schwur,
dass ich werd’s anders wenden

„not for me“

keine(r) da, die mitempfände,
was mir fehlt und meinem mangel,
was ich schrieb an alle wände
meiner zelle und im wandel

„not for me“



(hannover: 170430, kiel: 170512)

Beitrag vom 12 Mai, 2017 (03:16) | Autor: Jörg Meyer (oegyr) | Rubrik: ego.t/error.welt, herz & lenden, hyper pixels, terrere est humanum? | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


Mit diesen vierzehn zeilen

6 März, 2017 (08:49) | | alptraum/ego.wunde, netz@uge.nblick, zugvögel/wind.bahnen | Kommentieren

Drum spreche ich mit diesen vierzehn zeilen
in eine welt die nicht versteht was ich
versteh weil sich die zeiten stets verkeilen
dass sie zerbricht & schreit so fürchterlich

Die kleine welt die in der kapsel springt
& aus ihr samt um früchtchen aus zu treiben –
ich höre wie der frühling singt & klingt
will meine hände an einander reiben

Als schon der sommerwind den lenz verbrennt
gewitter rasen durch die felder: golden
entleiben ähren sich – der winter kennt

Den herbst & keine rast & weißen tod
& in den gärten dorren blüten dolden
ich steh & sage hier von meiner not

Beitrag vom 6 März, 2017 (08:49) | Autor: Walther | Rubrik: alptraum/ego.wunde, netz@uge.nblick, zugvögel/wind.bahnen | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


anderland 15

4 März, 2017 (02:45) | | lug & trug | Kommentieren

sonettes unverstand

hallo, ihr leser, ich bin ein sonett.
mein dichter sagt, ich sei die „seine“ form
und damit sei „seit damals“, was ihn rett’t
ins hinten – ehedem – statt in das vorn.

allein, was ich gesagt, sich nicht erschließt
beim lesen meiner verse ins gehör.
dahin hinaus mein alzgeheimnis schießt
und reimt, doch schwört darauf nicht, dass ich schwör’.

ich bin also ein bisschen immer lüge
im vorerst unverstand’nen einverstand.
ich breite dennoch meiner federn flügel,

auf dass mein dichter mich noch einmal lese
und korrigierte meiner küsten land
auf seiner karte, über der er schwebte.

(170303)

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Beitrag vom 4 März, 2017 (02:45) | Autor: Jörg Meyer (oegyr) | Rubrik: lug & trug | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Hör auf zu fragen: Warum ich?

26 Februar, 2017 (19:30) | | alptraum/ego.wunde | Kommentieren

Sich selbst zu bemitleiden, hilft so gar nix, da sind halt bessere Strategien gefragt.

Zunächst setze ich mich hin und schreibe mir einen Brief, in dem ich mich sieze und selbstbemitleide. Ich schwelge in Sätzen wie: „Die Schilderung Ihres Geschicks hat mich zutiefst erschüttert.“ und „Noch nie zuvor habe ich von einem derart unglaublichen Missgeschick in einem Leben gehört.“; mit „Bitte nehmen Sie den Ausdruck meines tiefsten Mitgefühls entgegen.“ beende ich mein Klagelied.

Sodann nagle ich noch einige meiner Wünsche fest, indem ich aufliste, dass ich mir vornehme, tanzen zu gehen, ausdauernd zu schwimmen, ans Meer zu fahren, zu vergeben, Sonne zu tanken, Brunch zu frühstücken, auszumisten, Menschen zuzuhören, mich glücklich zu verlieben, mehr zu lachen und zu schreiben, tagelang ohne Computer und zufrieden zu sein.

Die Liste füge ich dem Brief hinzu, klebe mit Geduld und Spucke eine Marke drauf und werfe alles mitten in den Fluss des Lebens.

Beitrag vom 26 Februar, 2017 (19:30) | Autor: Kathrin Drescher | Rubrik: alptraum/ego.wunde | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Wo die Angst ist, ist der Weg

21 Februar, 2017 (15:56) | | goldener schnitt | Kommentieren

Immer meiner Angst nach, ich kann den Weg gar nicht verfehlen.

Beitrag vom 21 Februar, 2017 (15:56) | Autor: Kathrin Drescher | Rubrik: goldener schnitt | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


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