Beiträge im Jahr 2013

Herbstliebe

28 Oktober, 2013 (09:46) | | herz & lenden, terra/adern/fluss.linien | Kommentieren

Die Tage werden kürzer, und die Blätter,
Erst gestern frisch gewachsen, werden fallen.
Der Winter schärft im Norden seine Krallen,
Und Igel werden langsamer und fetter.

Auf den Veranden stehen letzte Stühle.
Die Beete, leer, glänzen braun als Brache,
Und Stiefel treten in die kleine Lache,
Als ich nach deinen kalten Händen fühle.

Du drückst dich an mich, wie um mir zu sagen,
Sei ruhig, alles geht den guten Gang,
Und ich verschweige still die Zweifelsfragen.

Zusammen wandern wir den Weg entlang,
Der uns zu unserm Ende führen wird.
Ich weiß, in dir hab ich mich nicht geirrt.

Beitrag vom 28 Oktober, 2013 (09:46) | Autor: Walther | Rubrik: herz & lenden, terra/adern/fluss.linien | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Auch als ich die wasser teilte

16 Oktober, 2013 (18:34) | | labyrinth/wort.gewebt., terra/adern/fluss.linien | Kommentieren

Auch als ich die wasser teilte
die die wüste aus machten
stand ich fest in strand dünen

Hörte den hafer wachsen
& sah volle körbe wie leere

Der wind der wind des himmels
kind blies meinen nord wester
nach süd osten kein lotse
fand sich das lot zu senken &
den faden zu schlagen

Da sammelte ich krebse die
sie am wüsten rand puhlen
folgte den würmern ins watt

Den nerz zog ich fester um mich
versandete in gummi stiefeln
die nase tropfte hart am wind
in dem die segel flatterten
ratterten während möwen schrien

Beitrag vom 16 Oktober, 2013 (18:34) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt., terra/adern/fluss.linien | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


in der nacht

16 Oktober, 2013 (09:25) | | tage-bau | 3 Kommentare


in der nacht spazieren ohne ziel; ein einsamer raucher trägt glut umher. neben der unterführung zappelt ein blaulicht und der mond krümmt sich am himmel, mit silbernem fineliner gezogen, grad so noch zu seh’n. am trafohäuschen neben der kneipe tritt dir ein herr entgegen, rundlich, glatz-, fast kürbisköpfig, grinst freundlich unheimlich aus seinem schnieken anzug. komm mit, spricht er, hier nebenan gibts die beste currywurst mit fritten. und – nur heut noch – ein festbier von der wiesen.

Beitrag vom 16 Oktober, 2013 (09:25) | Autor: Sylvia Hagenbach | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | (3) Kommentare


Schwarz gedichtetes auf blüten weiß

12 Oktober, 2013 (14:11) | | herz & lenden, terrere est humanum? | Kommentieren

Schwarz gedichtetes auf blüten weiß
stummer schrei waid wund auf
geschrie(be)n

Selten worte falsch
münzerischer als nachts ins ohr
geflüstert

Ein aus hauchen säuselnd
mit auf gestellten nacken
härchen ein

Aus saugen ein aus stoßen
glaubhaft rhythmisch
der schweiß echt

heitsgeprüft ein ach das weh tut
als schatten das zimmer
verlassen

Beitrag vom 12 Oktober, 2013 (14:11) | Autor: Walther | Rubrik: herz & lenden, terrere est humanum? | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


YARPP himmel

11 Oktober, 2013 (19:32) | | netz@uge.nblick | 1 Kommentar

probeschuss
Schlag aus heiterem Himmel
Himmel hoch! Tor weit!
Der Himmel hängt ganz schief in den Scharnieren

Beitrag vom 11 Oktober, 2013 (19:32) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


YARRPsang

11 Oktober, 2013 (19:26) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Lieder im Winter
Gute Nacht
Herbstabend
mach doch strophen
Schweigende Träume

Beitrag vom 11 Oktober, 2013 (19:26) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Am himmel röten sich

30 September, 2013 (20:40) | | herz & lenden, terra/adern/fluss.linien | 1 Kommentar

Am himmel röten sich die schäfchen
wolken & kondens streifen liegen
lila im türkis

Du nimmst mich bei der hand
deutest zu den sternen & erklärst
mir mein leben

Staunend hör ich deine stimme
seh mit deinen augen wie sich
alles rundet

Wir gehen durch die laue luft
des frühen september abends
& spüren den herbst

Beitrag vom 30 September, 2013 (20:40) | Autor: Walther | Rubrik: herz & lenden, terra/adern/fluss.linien | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


an einem tag

29 September, 2013 (17:49) | | tage-bau | 2 Kommentare

an einem tag das poltern der stahlstücke beim beladen eines kleintransporters vor der haustür. lautes schlagen von autotüren, gesprächsfetzen. mir fällt ein: der mann, aus dessen hinterkopf eine eiförmige kinderfaustgroße beule wuchs, blaurot und glatt. ein schreck fuhr mir durch den körper, ein jähes elektrisiertes zischen. die frau, die allein in ihrem laden saß, aus langeweile in einen brownie biss und dann, gerade dann, als sie den mund zu voll genommen hatte, besuch bekam, der fasziniert auf ihren mundwinkel starrte, in dem ein schokoladenpartikel sanft zerschmolz. der staub und die stille, die in den fasern ihrer zertretenen hausschuhe knisterten. abgezählte worte, sterne.

Beitrag vom 29 September, 2013 (17:49) | Autor: Sylvia Hagenbach | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | (2) Kommentare


rand erscheinung

29 September, 2013 (15:48) | | beautiful people, lug & trug | Kommentieren

Am fenster hängen
die lefzen streifen fast
das trottoir

Lebens überdruss
gegeifert mit nacktem
finger gezeigt

Die nase gerümpft
lechzend unter röcke
gestieläugt

Den häme schmodder
über das alles da unten
aus geleert

Ein perfekter tag
zum endlichen ab
leben als
rand erscheinung

Beitrag vom 29 September, 2013 (15:48) | Autor: Walther | Rubrik: beautiful people, lug & trug | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


gut nacht

28 September, 2013 (18:48) | | tage-bau | Kommentieren

gut nacht du ball

wirst müde sein

den ganzen tag

rollen rollen

übern himmel hin durch

nebellaken

blumenkohlwolken

‚s blaue feld

wirst müde sein

das ist ok musst nicht

erröten

Beitrag vom 28 September, 2013 (18:48) | Autor: Sylvia Hagenbach | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Nach verborgenem graben

27 September, 2013 (17:33) | | herz & lenden, netz@uge.nblick | Kommentieren

Nach verborgenem graben
im verhau der seelen lagen
dich entdecken das du
& das wir auffinden

Die leichen einer wieder
belebung unter ziehen mit
einer träne im augen
winkel & einem seufzer

Der das herz auf gehen
ließe wenn du es hörtest
wo bist du liebste ruft er
in die zeiten schlünde

Beitrag vom 27 September, 2013 (17:33) | Autor: Walther | Rubrik: herz & lenden, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Zur Finisage meiner Ausstellung am Freitag trage ich auch das vor

18 September, 2013 (19:57) | | tage-bau | Kommentieren

Ein Bussard fragt den Käfer:
Warum bist du grün angezogen?
Der antwortet, um dem Klatsch zu entkommen!
Wie?
Na, der klatscht mir doch eine, dieser Mohn.
Eh, du bist doof. Dann müsste ich doch Angst haben vor dem Habichtskraut,
ist aber doch nur ein Kraut wie der Klatschmohn.
Das begegnet einem so alles in Wald und Feld.
Tatsächlich riefen zwei mir zu, die ihr Rad durch den Wald schoben.
´Grün angezogen und ab in den Wald.´
Als ich das hörte, wurde ich ein Baum.
Immer noch stehe ich still, leise rauschen meine Blätter.
Sie spielen eine Fuge von Bach.

Beitrag vom 18 September, 2013 (19:57) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Es war der stete Drang

10 September, 2013 (16:52) | | terrere est humanum? | Kommentieren

Es war der stete Drang zu Widerworten,
Der widerborstig in den Versen tobte.
Wenn einer selbst den Klee noch überlobte,
Dann rief er zornentbrannt nach den Kohorten,

Nach Odins wilder Reiterei, nach Thor,
Dem Gott des Donners und des Hammers.
Der Abgestrafte gab ein Bild des Jammers.
Nicht selten schaute aus dem Loch hervor

Ein kleiner Rest an grauer Asche, wenn
Die Schlacht vorüber war und Waffen ruhten,
Weil – im Besitz des Rechts, des immer Guten -,

Ist er ein Gegner, wie ich keinen kenn:
Wie gut, dass ich ihn Freund und Bruder nenn,
Und wir aus einer einzgen Wunde bluten.

Beitrag vom 10 September, 2013 (16:52) | Autor: Walther | Rubrik: terrere est humanum? | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Dichter YARPP

6 September, 2013 (23:54) | | netz@uge.nblick | 1 Kommentar

Rat an einen Dichterkollegen mit schlechtem Ausgang
Der Dichter und die Fliege
Ein Märchen?
Wer dichtet

Beitrag vom 6 September, 2013 (23:54) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


Im letzten Winter

5 September, 2013 (20:48) | | tage-bau | Kommentieren

Die Idee, im Winter Urlaub zu machen und zu diesem Zweck ins Wendland zu fahren, fanden meine Berliner Freunde ziemlich abgefahren. Aber ich dachte mir, im März ist ja nicht mehr wirklich Winter und außerdem kann ich mich an wunderschöne März-Wochenenden erinnern mit sattem Grün auf den Feldern, bunten Krokussen in den Gärten und dem weiten Blick über die Elbe von der Fähre aus.
Die Fähre fällt dieses Jahr aus. Auch das satte Grün und die bunten Krokusse. Statt dessen Grau. Der Himmel, die Elbe, der See – alles grau. Selbst der Schnee – grau. Plötzlich fällt mir auf, wie farbenfroh die Verkehrsschilder sind: knallrote Ränder, tiefes Schwarz auf blitzendem Gelb, grelles Blau â?¦
Langsam entschleunigt das Gehirn, schärft sich die Wahrnehmung. Das Grau bekommt Farbe. Der Himmel – ganz anders grau als die Elbe, der See anders grau als die überschwemmten Wiesen nebenan. Hier ein Blaugrau, dort Grüngrau, Braungrau â?¦ Die Weidenkätzchen blühen in strahlendem Silbergrau, die meterlangen Eiszapfen in spiegelndem Eisgrau.
Dann fällt mir diese Zeitschrift in die Hände. Alles so schön bunt hier im Wendland. Ein paar Rundlingsdörfer wollen Weltkulturerbe werden. Haben sie verdient. Dann lese ich von einer deutlichen Steigerung des Medieninteresses. Und von der Hoffnung, dass das Thema „zu einer weiteren Belebung der Märkte und Strukturen führen“ und dass es ein Wirtschaftsfaktor sein soll, der kulturtouristisch auszuwerten sei. Soll heißen: mehr Tourismus, mehr Arbeit, mehr Geld. Die Wendländer werden ihre Uhren nicht mehr nach der Tagesschau stellen oder nach dem Glockengeläut ihrer Kirchen, sondern nach dem Klackern der Rollkoffer auf dem Kopfsteinpflaster und dem time-table der Animateure.
Ein paar bauliche Veränderungen müssten auch sein, schließlich ist der Kunde König. Satemin zum Beispiel braucht dringend eine Disco und einen großen Parkplatz, schließlich soll ein Weltkulturerbe nicht den Öko-Radlern vorbehalten bleiben. Schreyahn darf den Anschluss an die Moderne nicht verpassen – Christo wäre der geeignete Künstler. Ganz Schreyahn könnte hübsch verpackt werden. Bewohner und Gäste könnten derweil in Bugalows, dem sogenannten Schreyahner Speckgürtel, untergebracht werden. Dringend notwendig für den Fremdenverkehr eines Weltkulturerbes ist eine flotte Autobahnanbindung. Eine direkte Trasse nach Hamburg bietet sich an, da sind keine Rundlinge im Weg. Eine internationale Hotelkette sollte rechtzeitig in die Planungen einbezogen werden. Für Loge schlage ich als Wahrzeichen des Aufstiegs einen Hotelturm vor, von dessen 32. Etage man einen spektakulären Blick auf den kreisrunden Dorfplatz hat.
Was machen alle diese Touristen, wenn sie das Weltkulturerbe besichtigt haben? In Ägypten fliegen sie mit einem Ballon über die Pyramiden in den Sonnenaufgang. Neulich ist ein Ballon abgestürzt. Also kein Ballon. Oder doch? Vielleicht so einer wie in Berlin, der an einer Strippe hängt und trotzdem viel höher über den Straßen schwebt als die höchste Hochhausetage. Bleibt das Problem mit dem Sonnenaufgang. In Ägypten scheinen die Tourismusfachleute davon überzeugt zu sein, dass die Sonne jeden Tag aufgeht – pardon, dass man sie jeden Tag aufgehen sehen kann. Was sollen die Wendländischen Animateure machen, wenn die Touris im Ballon sitzen aber die Sonne nicht zu sehen ist? Also doch kein Ballon.
In Ägypten kann man auch auf Kamelen zu den Pyramiden reiten. Strauße gibt’s hier in der Gegend ja schon – aber Kamele? Ob die UNESCO das akzeptieren würde? Schließlich will sie ein Konzept, in dem auch der weitere Schutz des Erbes festgelegt ist. Also keine Kamele. Pferdewagen? Pferdewagen sind möglich. Auch Besichtigungen vom Pferderücken aus. Und Esel. Esel gibt’s hier schließlich auch. Man könnte von Mammoisel aus Besichtigungsritte zu Pferd und von Köhlen aus – nein, das geht nicht. Dann kämen die durchschnittlich besser betuchten Reiter eher nach Mammoisel als nach Köhlen – nein, das ist ganz undenkbar. Wir wollen keinen Bürgerkrieg im Wendland! Für jedes Dorf also Pferde, Esel, Wagen.
Dann die Andenkenläden! Sie brauchen ein neues Konzept. Sind wir sicher, dass alle Touris Wendland-Kunst nach Hause tragen wollen? Es gibt so viele Zeitgenossen, die sich dem Weniger-Ist-Mehr-Einrichtungskonzept verschrieben haben und sowohl Kunst als auch Kitsch nur in Einzelstücken in ihren minimalistischen Wohnungen dulden. Also muss das Andenken auf den Verbrauchsbedarf: T-Shirts mit I Jabel, Tassen mit lachenden Eseln Gruß aus dem schönen Wendland und Bettwäsche mit dem Gorleben-Logo Wir haben auch aufgegeben.
Ein professionelles Tourismusunternehmen muss auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kunden eingestellt sein. Ein Dorf sollte die Möglichkeit zum Rückzug vom lauten Stadtleben in Form eines retreats anbieten. Bausen würde sich da eignen. Das Dorf benötigt keine baulichen Veränderungen, alles kann innerhalb der Häuser angeboten werden. Um unnötige Enttäuschungen seitens der Touristen zu vermeiden, kann ein Haus im fernöstlichen Stil mit Buddha-Statuen und einem Zen-Garten hinter einen hohen Hecke und ein anderes Haus mit eher westlich-religiösen Anklängen zum Beispiel mit einer beleuchteten Marien-Statue und Hildegard-von-Bingen-Menues eingerichtet werden. Dass in Lüchow zur Komplettierung des Angebotes ein modernes Kaufhaus und in Dannenberg eine Moschee gebaut werden müssen, versteht sich von selbst. Problematisch bleibt nur noch der Service. Die Übernahme des finanziellen Aufwands für die Einkleidung der Animateure, Fremdenführer, Kellner und Kellnerinnen mit wendländischen Trachten dürfte für die hiesige Geschäftswelt angesichts der zu erwarteten Gewinne keine Frage sein. Die sprachliche Ausstattung des genannten Personenkreises wohl eher. Wenn das Wendland mit Tourismus punkten will, muss das Personal Russisch, Chinesisch/Japanisch und Arabisch perfekt, Spanisch und Englisch ausreichend und zur Ergänzung mindestens eine weitere Sprache in Grundzügen beherrschen. Sprachenschulen zur Vorbereitung des Projektes sind deshalb in Lüchow, Dannenberg und Clenze einzurichten. Da man von dem zukünftigen Personal nicht erwarten kann, sich die notwendigen Sprachkenntnisse auf eigene Rechnung anzueignen, muss rechtzeitig geklärt werden, ob die zukünftigen Arbeitgeber oder das Arbeitsamt die Kosten tragen werden. Zum Aufbau der Sprachenschulen können eventuell auch Eurogelder in Betracht gezogen werden.
Es ist immer noch grau im Wendland. Viele Farben Grau wetteifern miteinander um die Aufmerksamkeit meiner Blicke. Ich entsorge die bunte Zeitschrift.
Ach Gott, ihr aufständischen Wendländer vergangener Zeiten, wo seid ihr? Habt ihr, seit Adi Lambke tot ist, das Querstellen verlernt? Reißt euch zusammen – das Wendland braucht euch!!!

Beitrag vom 5 September, 2013 (20:48) | Autor: Elvira Surrmann | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


YARPPizität des Dichters

5 September, 2013 (10:38) | | netz@uge.nblick, tage-bau | 1 Kommentar

Der Dichter und die Fliege
Dichter Kosmos
Es sprach ein Dichter
Kein Held

Beitrag vom 5 September, 2013 (10:38) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick, tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


Es war der stete drang

4 September, 2013 (19:55) | | haut.falten/masken.wahn | Kommentieren

Es war der stete drang zu wider worten
der wider borstig in den versen tobte
wenn einer selbst den klee noch über lobte
dann rief er gleich nach den kohorten
Nach odins wilder reiterei nach thor
dem gott des donners & des hammers
der abgestrafte gab ein bild des jammers
nicht selten schaute aus dem loch hervor
Ein kleiner rest an grauer asche wenn
die schlacht vorüber war & waffen ruhten
weil im besitz des rechts des immer guten
ist er ein gegner wie ich keinen kenn
Wie gut dass ich ihn freund & bruder nenn
& wir aus einer einzgen wunde bluten

Beitrag vom 4 September, 2013 (19:55) | Autor: Walther | Rubrik: haut.falten/masken.wahn | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Ist da

3 September, 2013 (09:58) | | rausch (zustände) | Kommentieren

Ist da ein seufzendes säuseln
das sich in ohr muscheln windet
hör ich ein raunendes sehnen
in deinem haar sich verstecken

Kommt meine hand angeschlichen
legt sich auf duftendes vlies
augen versprechen ein näschen
zittert ein mund winkel zuckt

Ist da ein säuselndes seufzen
spricht leis ein ku� mund ein wort
lächeln zwei lippen ein lächeln
perlt aus der feuchte ein ja

Raschelnde haare ein knistern
winkelt ein schenkel sich an
will jetzt als saugen und gleiten
brechen das sehnen den bann

Beitrag vom 3 September, 2013 (09:58) | Autor: Walther | Rubrik: rausch (zustände) | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


rumpelpoesie

1 September, 2013 (22:10) | | tage-bau | 1 Kommentar

Beitrag vom 1 September, 2013 (22:10) | Autor: Sylvia Hagenbach | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


YARPP stroph

1 September, 2013 (13:16) | | netz@uge.nblick | 2 Kommentare

Der Lehrer und der Philosoph
Zeilenfresser
Was Du willst
Ins Stammbuch schreiben

Beitrag vom 1 September, 2013 (13:16) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | (2) Kommentare


mach doch strophen

1 September, 2013 (12:25) | | labyrinth/wort.gewebt. | Kommentieren

Ich dachte mir warum nur verse mach doch strophen
als ließe sich erkenntnis fassen in viel worte
von dieser feinen ziselierten dichter sorte
viel worte machen wissenschaft und philosophen
Poeten malen bilder sprache wunder orte
beschreiben greifbar schmerz und tod und katastrophen
in schönen bändchen für den nacht tisch und alkoven
klug aus tariert mit einer still geheimnis borte
Dort werden sie voll ahnung in die hand genommen
vom staub der zeit befreit sieht man die verse glänzen
wie es gelang dass wort und ton sich so ergänzen
fragt man sich achtungsvoll betroffen und beklommen
Erinnert sich des selbst gefühlten ganz verschwommen
und will die liebe gleich mit solchem vers bekränzen

Beitrag vom 1 September, 2013 (12:25) | Autor: Walther | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt. | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Yarpp kra

1 September, 2013 (00:19) | | tage-bau | 1 Kommentar

Krähe, oder was bin ich?!

Beitrag vom 1 September, 2013 (00:19) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


Yarppizität, schlaflos

31 August, 2013 (23:15) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Unter einem Meer von Decken
Die Augen der Menschen
Sopor und immer mehr
Am nächsten Morgen
Nachtgeplänkel

Beitrag vom 31 August, 2013 (23:15) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


dreizeiler

30 August, 2013 (10:06) | | tage-bau | 2 Kommentare

hüpfendes feld
schwarz fährts in den himmel
krah krah krah

Beitrag vom 30 August, 2013 (10:06) | Autor: Sylvia Hagenbach | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | (2) Kommentare


YARPPizität des weges

28 August, 2013 (08:22) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

ich geh die wege im spagat
entspringen wege
Lebensfragen
O A I EI EI, was?
Neues Thema – neues Glück:

Beitrag vom 28 August, 2013 (08:22) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Die wege sind verborgen

27 August, 2013 (20:22) | | beautiful people, herz & lenden, netz@uge.nblick | Kommentieren

Die wege sind verborgen, die die liebe geht:
sie führen über berge, über felder und
durch herzen und gedanken; mancher rote mund
spricht worte, die die welt bedeuten, obsolet
Im augenblick des hörens. farben, kunterbunt,
ein strauß aus lebensfragen, in den raum gesät,
damit sie wachsen, und, am ende viel zu spät
der antwort zugewandt, verdorrn im lauten rund
Des markts der möglich- und der eitelkeiten, die
Sich präsentieren, just, als wäre dieser tag
der letzte aller tage: sieger gibt es nie!
Nur die verlierer stehn am rand des treibens, sie,
die viel erhofften, sind im kalten sarkophag
und leiden still; das glück sitzt in der galerie.

Beitrag vom 27 August, 2013 (20:22) | Autor: Walther | Rubrik: beautiful people, herz & lenden, netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


geflüsterte YARPPizität, leise

26 August, 2013 (23:21) | | netz@uge.nblick | Kommentieren

Das flüstern ist ein leises
Du stehst dort
svedenbourgs eistee
im flüstern der polarlichtfigur
spät sommer ahnung

Beitrag vom 26 August, 2013 (23:21) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


YARPP-Universum

25 August, 2013 (07:40) | | netz@uge.nblick, tage-bau | 3 Kommentare

Der Sommer eines Jahrs
handlungsreisender
deutschland in der nacht
Das Universum Klee
Mein Universum

Beitrag vom 25 August, 2013 (07:40) | Autor: Niko Burbach | Rubrik: netz@uge.nblick, tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | (3) Kommentare


Das flüstern ist ein leises

18 August, 2013 (14:12) | | terrere est humanum? | Kommentieren

Das flüstern ist ein leises / der ton klingt wie aus stahl
& jenseits des geleises / hat niemand eine wahl
ich spreche ein versprechen / doch klug ists sicher nicht
die heilung der gebrechen / ist nirgends mehr in sicht

Denn um uns fallen bomben / die städte sind im krieg
das sein in katakomben / ein unglück wird nicht sieg
weil man es dazu betet / ein schrei ist manchmal stumm
Denn wenn die sprache tötet / kommt alles darin um

Du stehst dort auf dem hügel / & schaust ins tal das brennt
ach wüchsen uns nur flügel / gebein das schneller rennt
& blühten unsre gärten / wie einst in unsrer jugend
ach heilten die versehrten / & sprösse neue tugend

Doch bei uns lebt das morden / & tod & schmerz & hass
im süden wie im norden / auf rachsucht ist verlass

Beitrag vom 18 August, 2013 (14:12) | Autor: Walther | Rubrik: terrere est humanum? | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Der Hagel und der Schaden

15 August, 2013 (11:53) | | tage-bau | Kommentieren

Auf (fast) alles ist der Mensch eingerichtet. Hochzeiten, Todesfälle, dazwischen etwas Regen oder Sonnenschein. Die versalzene Suppe ist ebenso auf der Warteliste unseres Erwartungshorizontes zu finden wie die Fata Morgana in der klirrenden Hitze der Sahara, der kilometerlange Stau auf der Autobahn oder die Freundin, die Schluss macht.

Seltsamerweise rechnen die Meisten mit dem Schlimmen und Schlimmsten, um nicht überrascht zu werden. Scheint die Sonne aus einem hellblauen Himmel, schauen wir schon nach dem kleinsten Anzeichen von Wölkchen. Trifft uns dagegen das Glück, sind wir wirklich überwältigt, können kaum daran glauben und machen es je nach Stimmung kaputt oder kosten es aus.

Eine neue Bekanntschaft, die das Potenzial hat zu einer dauerhaften Beziehung zu werden? Entweder sind wir der Meinung, wir hätten das Glück nicht verdient oder wir sind überzeugt, dass es uns zusteht – beides extreme Einstellungen, in deren Folge wir übermütig verzweifelt oder übermütig glücklich sind und unsere Handlungen zuweilen – bewusst oder unbewusst – daran ausrichten dieses Übermass wieder ins rechte Lot zu bringen.
Bei all den möglichen Ereignissen unterscheiden wir nach oft und nach selten wiederkehrendem Geschehen. Wieso sich auf einen Tsunami in den Alpen einrichten? Oder wieso sollte man sich weigern, im Meer schwimmen zu gehen, weil es mit verschwindend geringer Wahrscheinlichkeit einen Herzinfarkt geben könnte?

Wer hätte also gedacht und angenommen, dass nach einem wunderschönen Abend im Musical Mamma Mia im SI-Centrum Stuttgart der nächste Tag, ein Sonntag in Tübingen, eine böse Überraschung bereithalten könnte?

Tübingen ist Umweltzonenstadt. Ohne die grüne Plakette auf der Windschutzscheibe, die ausweist, dass der jeweilige Wagen die Abgasnormen einhält und erfüllt, gibt es keine Erlaubnis zur Ein- oder Durchfahrt der Innenstadt. Mit dem Wagen aus der Schweiz bleibt am Sonntag also nur die Parkmöglichkeit am Rande des Städtchens.

Tübingen ist ein schönes Studentenstädtchen. Der Neckar lädt an diesem Sonntagnachmittag zum Stocherkahnfahren ein oder zu einem Spaziergang oder einer Velotour entlang seiner kaum erkennbaren Strömung. Ein wunderschöner sonniger Sonntagnachmittag. Bald zeigt sich eine dunkle Wolkenfront. Ein Gewitter vermutlich. Kein Grund zur Sorge. Der Wagen ist ja nur noch etwa einen Kilometer entfernt.

Was dann kam, lässt sich am besten auf einem der zahlreichen und eindrücklichsten Youtube-Videos zu diesem Hagelwetter vom 28.07.2013 in all seiner erschreckenden Zerstörungsgewalt zeigen. Davor verblasst die eigene Erinnerung und eine weitere Ausführung persönlicher Erlebnisse dieses Tages wird redundant.

Youtube-Video vom Hagelunwetter am 28.07.2013

© 2013 Hans-Jürgen John

Hans ist Hans John (@rafaelofirst) auf Twitter und Hans.John.16 auf Facebook. Hans bloggt auf www.johntext.de und www.tage-bau.de .

Beitrag vom 15 August, 2013 (11:53) | Autor: Hans Juergen John | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


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