Beiträge im Jahr 2001

(Nght5) Scary Christmas (to whom it may concern)

29 Dezember, 2001 (03:12) | | tage-bau | Kommentieren

24.12.

„Das mach ich nicht mit!“ hatte Tobias gesagt und mir erzählt, Petra wolle den Hl. Abend mit den Überresten ihrer Familie feiern. Nun saß er bei mir und war froh, mir seine Sorgen beichten zu können. Sein neuer Freund, so hatte er gerade erfahren, war einst Sonderschüler. Hilfe! so habe er gedacht, ein Behinderter! „Mein Kopf ist voller Vorurteile.“

Kurz nach Mitternacht rief Petra an. „Kann ich noch zu euch rüberkommen? Die andern sind gerade gegangen, und ich will endlich mal wieder normale Menschen sehen.“

Im TV lief Ist das Leben nicht schön? Zweifellos. Eine aus der Verwandtschaft, berichtete Petra, habe sich am Donnerstag umgebracht. Wir saßen in meinem Zimmer, hatten alle bestens gegessen und tranken honigsüßen Yogitee.

25.12.

„Das mach ich nicht mehr mit!“ rief Michel, wie alle Jahre wieder. „Meine Mudder trinkt zuviel, mein Bruder issn Penner, solln sie doch alleine feiern.“ Seine Ex-Frau und ich nickten. Wir saßen in ihrem Zimmer und genossen das geschmückte Tannengrün im warmen Kerzenschein.

26.12.

„Das mach ich nicht mehr mit!“ schimpfte meine junge Freundin, als ich sie am Hauptbahnhof empfing. „Mein Vater issn Arschloch.“ Wenn er sie sehen wolle, dann solle er gefälligst keinen Stress machen. Ihr Handy piepte, sie schnauzte ihn an, und ich stand frierend im pappigen Schneegestöber und fürchtete um ihr Seelenheil; denn sie schnauzte so wie ihre Mutter, deren Schnauzerei sie hasste.

Später saßen wir in meinem Zimmer und tauschten unsere Geschenke und unsere Sorgen aus, während es draußen stürmte und wir Grace von Keril Bjørnstad hörten.

Der Tag danach

Da machste was mit, dachte ich, als Weihnachten endlich vorüber war und ich in meinem Zimmer saß und die Nachrichten aus Indien und Pakistan und von Markus Sigl las. Doch alles in allem war es wieder sehr gemütlich und harmonisch, und wir alle freuen uns schon auf Silvester und auf das neue Jahr.

Beitrag vom 29 Dezember, 2001 (03:12) | Autor: adminxx1 | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Weihnachtsträgheit

28 Dezember, 2001 (17:12) | | tage-bau | Kommentieren

Ach, ist es schön, so richtig vor sich hin zu faulen. Der Tag beginnt gegen acht mit dem Aufstehen und Katzenfüttern, da die lieben Kleinen sonst die Bäuche von mir und meiner Lebensgefährtin als Trampolin benutzen, bis das Futter gereicht wird. Sodann schlafen wir weiter bis ca. zehn, versuchen uns ca. 1/2 h gegenseitig zu überreden, aufzustehen und stehen dann auf. Dann gibt es ausführliche Morgentoilette und (natürlich!!) ausgiebigstes Frühstück. Sodann werden kleinere Haushaltsarbeiten erledigt oder eingekauft. Gestern z.B. haben wir vier Stunden lang eine Lampe aufgehängt, die unser Wohnzimmer jetzt in das gleißende Licht eines Einkaufszentrums-Verkaufsraumes taucht, was dazu führen wird, dass wir diese Lampe nur sehr selten anmachen. Aber wenigstens war der Bohrer mal wieder in Betrieb. Ist das Wetter schön, gehen wir spazieren, ist das Wetter nicht schön, gehen wir nirgends hin, sondern essen zu MIttag, um uns dann davon auszuruhen, auf dem Sofa herumzuhängen, vielleicht zu lesen oder eine CD zu hören. Erhebendster Moment dieser Art war bisher der Genuss der letzten CD des Literarischen Quartetts mit Superstar Reich-Ranicki (oder wie schreibt der sich) und den anderen in Bestform. Man denke nur an folgende Sentenz. Sigrid Löffler, ex-Lit-Quartett, zu E. Jellinek „Lust“: Das ganze Buch handelt nur davon, dass der Mann in der Sexualität der ist, der eindringt, während die Frau die ist, in die eingedrungen wird.“ Karasek: „Das wäre ja nun nicht unbedingt etwas Neues!“
Dann ist es meistens Zeit für eine schöne Tasse Kräutertee oder Rote-Beete-Saft, den ich mir heute zu Gemüte geführt habe. Und dann ist es auch schon wieder Abend, so dass man gut lesen kann, ohne durch die im ALlgemeinen eher lästige AUßenwelt davon abgehalten zu werden.
Kleine Bemerkung am Rande: Den Müllmännern gebührt in dieser Woche das große Verdienstkreuz am Bande. Mit welcher Geduld sie die Massen überflüssiger Geschenke, Gänsekadaver und anderen Zivilisationsmüll mit bloßen Händen in die überlaufenden Wagen stopfen, das ist wahrhaft bewundernswert!

Beitrag vom 28 Dezember, 2001 (17:12) | Autor: adminxx1 | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


(nght5) Umgekehrt gelesen (oder auch eine Weihnachtsbotschaft)

26 Dezember, 2001 (12:24) | | tage-bau | 1 Kommentar

Man stelle sich vor

eine christliche oder jüdische Sekte würde die Kaaba in Mekka in die Luft sprengen, weil es sich um ein „heidnisches Götzenbild“ handelte.

Jerusalem wäre unter palästinensischer Herrschaft und Arafat ließe es zu, dass der Anführer der Hamas in voller Kriegsmontur mit zwei Dutzend Soldaten durch die jüdischen Gedenkstätte „YadvaSchem“ trampelten.
(aber Ehud Barak ließ es zu dass Ariel Sharon und seine Garde, alle im schweren Kampfanzug, über den Tempelberg der Omar-Moschee und Al-Aksa Moschee liefen.)

die gesamte moralische Entrüstung über den „Verräter“ Elia Kazan, der in den fünfziger Jahren vor dem McCarthy Ausschuss offen gegen die kommunistische Partei Amerikas aussagte, würde sich über all die heuchlerischen Stasispitzel in Ost UND West ausgießen. Und sie würden alle so boykottiert und totgeschwiegen wie er. Bis heute ist die Autobiographie des großen amerikanischen Filmregisseurs Elia Kazans nicht im Deutschen erschienen. Aber mit den Stolpes, Gysis und Horst Mahlers (jetzt NPD) usw. kann man sich natürlich arrangieren.

Jesus käme wieder auf Erden, würde in die Bank des Vatikan einziehen, würde dort alle Händler hinausschmeißen und das Geld an die Armen verteilen und prophezeien, dass von der Peterskirche kein Stein auf dem anderen bliebe.

alle Menschen würden plötzlich erkennen und spüren, dass sie kostbar und geliebt sind, dass die gesamte Natur eine Schöpfung der Liebe ist und dass die Menschen dazu da sind, in Liebe zu wachsen und seine Gaben zu entfalten. Denn nur dadurch tragen sie zum Wohl des Ganzen bei.
(Also kein kaltes, gleichgültiges Universum, in das wir „geworfen“ sind. Keine Welt jenseits vom Paradies, keine Welt der Erbsünde, des vergeltenden Karma, keine Welt des Stärkeren oder der egoistischen Gene.)

Beitrag vom 26 Dezember, 2001 (12:24) | Autor: adminxx1 | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


Nght5: Hirnbichlers Untergang oder Protokoll einer vorweihnachtlichen Katastrophe

24 Dezember, 2001 (14:12) | | tage-bau | Kommentieren

7 Uhr 30:
Pastor Johannes Fürchtegott Hirnbichler erhebt sich mit einem handfesten Brummschädel von seinem Lager, um dem Herrn sein Tagewerk und sich selbst in der Kloschüssel zu übergeben. Während er ins Badezimmer wankt, versucht er sich krampfhaft zu erinnern, ob ihm bei der gestrigen Weihnachtsfeier des Hinterhugeldorfer Stierzuchtvereins die Jungfrau Maria mit einem Obstler oder der Heilige Sankt Martin mit einem Rachenputzer den Rest gegeben habe.

8 Uhr:
Hirnbichlers Zölibatesse, Eusebia Gschaftlhuber, legt dem Pastor mit einem mitleidigen „Mei, Herr Pfoarer, des wird heit ober wieder schlimm“, eine umfangreiche Liste mit Adventsbesuchen und Weihnachtsfeiern samt drei Aspirin neben die Kaffeetasse.

8 Uhr 15:
Nachdem Hirnbichler die Liste studiert hat, bittet er seinen Herrgott auf Knien, dass dieser Kelch an ihm vorübergehen möge. Herr Gott hat aber gerade alle Hände voll zu tun, den aus diversen Weltkrisengebieten geflüchteten Friedensengel wieder einzufangen, weshalb Hirnbichler keine Antwort zuteil wird.

8 Uhr 47:
Hirnbichler gratuliert der Hintermooserin zum 90sten. Da man in solchen Fällen immer etwas Nettes sagen muss, fragt er, wie sie denn in ihrem hohen Alter noch so gut beieinander geblieben sei. Nachdem er ihr die Frage dreimal ins Ohr gebrüllt hat, weist die zittrige Hand der Greisin auf eine Flasche am Kü-chentisch und brabbelt: „Jedn Tog a Schlückerl Enzian, Herr Pfoarer, des hoit jung!“
Selbstverständlich muss Hirnbichler das bewährte Hausmittel sofort testen. Mit den Worten „Geh, Herr Pfoarer, auf oam Haxen kenners doch net stehn!“ nötigt ihm die Schwiegertochter der Hintermooserin ein weiteres Schlückerl auf. Und erst nachdem er auch noch zwei Scheiben vom selbstgebackenen Früchtebrot hinuntergewürgt hat, darf er wieder gehen. Gut angewärmt setzt Hirnbichler seinen Dienst- und Leidensweg fort.

9 Uhr:
Zusammen mit den Restbeständen des gestrigen Vorweihnachtsmartyriums im Blut des Pastors und dem Zucker des Früchtebrots, entfaltet der Enzian bereits nach wenigen Minuten seine volle Wirkung. Bei der Einfahrt in den Hof des Gemeindeamtes, wo er den soeben aufgestellten zwei Meter hohen Weihnachtsbaum segnen soll, rutscht Hirnbichler deshalb von der Bremse und rasiert denselben um. Die Segnung wird auf den Nachmittag verschoben. Aber weil „der Herr Pfoarer so blass ausschaugt und überhaupt’s, auf den ganzen Schreck hin“, nötigt ihm der Bürgermeister in der Amtsstube einen Obstler auf und – während seine Frau den selbstgebackenen Stollen verkostet und gelobt haben will – gleich noch einen zweiten, wegen der altbekannten Sache mit dem einen Bein.

(Rest des Protokolls unter „Gesamter Text“)

9 Uhr 38:
Pastor Hirnbichler nietet auf dem Parkplatz der örtlichen Grundschule den Feuer-wehrhydranten um und betritt mit dem Satz „Halleluja, liebe Betschwestern, fix Halleluja, sog I“, die Aula, wo wegen Raummangels die diesjährige Weihnachtsfeier des Jungbauernverbands stattfindet. Seine Begrüßung löst einiges Befremden aus. Hirnbichler sieht sich gezwungen deutlich zu machen, dass er weder schwul ist, noch die Jungbauern dafür hält. Sein Männlichkeitsbeweis in Form einer „auf ex“ gekippten Maß wird akzeptiert, zumal der Jungbauernvorsitzende ihm heimlich zwei Korn unter das Bier gemixt hat.

10 Uhr 15:
Auf dem Marktplatz beobachten Zeugen, wie Hirnbichler mit heruntergelassener Hose gegen den dort aufgestellten zwei Meter großen Plastikweihnachtsmann uriniert.

10 Uhr 30:
Hirnbichler erscheint mit offener Hose am Weinachtsmarktstand der katholischen Jungfrauenschaft unter denen sich aber – wie er aus der Beichte weiß – keine einzige mehr befindet. Dies teilt er den anwesenden Damen auch laut grölend mit. Um weiteres Aufsehen zu vermeiden und ihn am Reden zu hindern, flößen diese ihm zwei Becher Glühwein ein und stopfen ihm zwischen den einzelnen Schlucken abwechselnd Vannillekipferln, Aachener Printen und Kokosmakronen in den Mund.

11 Uhr 15:
Die 75-Jährige Amalie Übelrieder ruft ihre Tochter an und erzählt ihr schluchzend: „Der Herr Pfoarer hat mein Adsventskranz gegn d’Wand gschmissen und gsogt, do hockt der Teifi drin. Dabei hob i eahm doch bloß a Glaserl vo meim Nusslikör gem ghobt!“

12 Uhr 30:
Auf der Fahrt zum etwas außerhalb stehenden Feuerwehrhaus säbelt Pastor Hirnbichler auf mehreren hundert Metern sämtliche Leitpfosten weg und erreicht mit fehlender Motorhaube und abrasierten Kotflügeln den Vorplatz.
Nachdem der Feuerwehrkommandant den Herrn Pastor zum Aufwärmen mit einem doppelstöckigen Enzian begrüßt hat, erfährt die Weihnachtsfeier der Hinterhugeldorfer Feuerwehr die denkwürdigste Lesung der Weihnachtsgeschichte seit Ewigkeiten. Zusammengefasst teilt Hirnbichler seiner staunenden Zuhörerschaft im Wesentlichen mit: Dass die keineswegs jungfräuliche katholische Jungfrauenschaft ihre Jesuskinder schon noch kriegen wird und jeder sehen könne, wie sie mit den in eine Krippe gewickelten Bälgern von Haus zu Haus zögen, um als Heilige Drei Könige verkleidet Geld für einen Kinderwagen zu erbetteln. An Ostern würde dies sodann ein Engel dem Papst auf einer römischen Weide kundtun, worauf jener vor Freude außer sich geriete und mitsamt den Nichtmehrganzjungfrauen gen Himmel führe.
Im späteren Polizeiprotokoll heißt es: An dieser Stelle habe Hirnbichler begonnen, mit den ihm gereichten Lebkuchen um sich zu werfen und sei anschließend mit dem Leiterwagen der Feuerwehr geflüchtet.

13 Uhr:
Pastor Hirnbichlers Fahrt zum Marktplatz entwickelt sich zu einem etwas dissonantem allegro furioso: Jeden Weihnachtsbaum, den er entlang der Strecke sichtet, fährt er, begleitet vom jubilierenden Aufheulen der Feuerwehrsirene, kurzerhand über den Haufen. Da sich unter den Opfern auch zahlreiche völlig unschuldige aber recht teure Blautannen in diversen Vorgärten befanden, sowie zwei Lkws, deren Fahrer das Armaturenbrett mit Minibäumchen bestückt hatten, ergab die spätere Endabrechnung eine nicht unbeträchtliche Schadenssumme.

13 Uhr 37:
Auf dem Marktplatz angekommen rammt Pastor Hirnbichler – ob versehentlich oder mit voller Absicht ließ sich später nicht mehr genau klären – mehrere Glühweinstände und eröffnet das dortige Adventssingen des Hinterhugeldorfer Heimatvereins mit 10-minütigem Sirenengeheul. Der Versuch Egbertine Moosleitners, ihres Zeichens Vorsitzende des örtlichen Vereins für gefallene Mädchen, den Unverständliches vor sich hinmurmelnden Pastor mittels eines Gläschens „Eckes Edelkirsch“ und zweier Anisplätzchen zu beruhigen, endet in einer Katastrophe.
Nach übereinstimmenden Berichten aller Beteiligten fuhr Pastor Hirnbichler daraufhin die Feuerwehrleiter aus, raste auf ihr zur Spitze des Dreimeterachtzig hohen Marktweihnachtsbaumes hinauf, zündete sie an und rutschte – dabei lauthals „Vom Himmel hoch da komm ich her…“ grölend – die Leiter auf seinen vier Buchstaben wieder hinunter. Als ihn die aus ihrem Laden mit einer Flasche in der Hand herbeigeeilte Metzgermeisterswitwe Agneta Himmelhuber mitleidig fragte: „Jesses Maria, Herr Pfoarer, brauchens vielleicht an Enzian?“ brach er inmitten der brennenden Weihhnachtsmarktbuden mit einem Weinkrampf zusammen.

Epilog:
Pastor Johannes Fürchtegott Hirnbichler fand einen verständnisvollen Richter. Anbetrachts seiner – so wörtlich – berufsbedingten Weihnachtsfeiern-, Baum- und Plätzchenphobie erkannte ihm dieser erhebliche mildernde Umstände zu und verurteilte ihn lediglich zu einem sofortigen Berufswechsel. Das Gerücht, Hirnbichler habe kürzlich, als Osterhase verkleidet, in einem Großstädtischen Kaufhaus Liköreier an die Kunden verteilt, entbehrt allerdings jeder Grundlage.

Beitrag vom 24 Dezember, 2001 (14:12) | Autor: adminxx1 | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


(Nght5) Allen, die jetzt hier surfen, stressfreie Weihnachten et in terra Ohropax

24 Dezember, 2001 (02:51) | | tage-bau | 1 Kommentar

Verlorne Liebesmüh, dachte ich, aß Spekulatius und Spitzkuchen und verpackte mein Geschenk für Luise: die Geschichte einer Klosterfrauenliebe zur Zeit der Renaissance. Von meiner Klosterfrau war nur eine Kunstpostkarte gekommen, vorn drauf der Seiltänzer von August Macke, an den ich sie erinnerte, wie sie mir schrieb, mit der Bitte um einige anthroposophische Bücher und voller Klagen über ihre Mitarbeiter. Sie sei menschlich sehr beansprucht von Tabea, die täglich ihr Gefühlschaos vor ihr ausbreite; von Peter, der in philosophischen Höhenflügen schwelge und betone, er sei endlich zum Leben erwacht; von einer Praktikantin, an der sie ihre eigene Verhärtung spüre. Aber es löse sich auch etwas in ihr auf; sie sei, so Luise, ein bisschen nach außen verstreut.
Ich schüttete Grog in mich hinein und streute Bestseller unters Volk, Ken Follett Noah Gordon Stephen King Rosamunde Pilcher Simmel sowie (für die Liebhaber des Literarischen Quartetts) ein wenig Dürrenmatt, Harig, Kempowski, Kirchhoff, Sten Nadolny, Sebald, Süskind, Woelk und Christa Wolf.
Zweimal werde ich noch wach, heißa! dann ist Weihnacht, ach. Mürrische Ehemänner standen Schlange, gebense mir irgendwas, nen Roman, für meine Frau, aber als Geschenk verpackt. Eine Stammkundin überreichte mir, so sagte sie, als Nervennahrung Braune Blätter von Hachez, Frau Stockhinger persönlich brachte mir einen Gutschein für drei Rostbratwürste; Aribert schließlich sorgte für mein spirituelles Wohl: er schenkte mir einen Halbedelstein und wünschte mir viel Kraft für die letzten Trubeltage. Und allzu pünktlich, noch vor Weihnachten, wurden alle Weihnachtsbuden auf dem Liebfrauenkirchhof und zu Rolands Füßen wieder abgebaut, der Einzelhandel zog Bilanz, freue dich, o Christenheit! wahrscheinlich weit und breit kein Zimtstern mehr zu kriegen, dachte ich, aber wenigstens machen wir um dreizehn Uhr dicht, also noch schnell zu Karstadt rüber, das Allernötigste kaufen, danach bloß raus aus der Innenstadt, hinein ins Viertel, in der Schauburg einen Cappuccino trinken und zu Hause alle Viere von mir strecken und John Lennon hören. So this is Christmas. Lebensschützer Dyba kann sich besonders freuen, dachte ich. Der weingeistige Herr war zum Militärbischof ernannt worden, bald würde er die Glocken läuten lassen, am Tag der unschuldigen Kinder, et in terra Ohropax.
Das Telefon klingelte, und Maria Blumenthal wünschte mir ein frohes Fest. Sie fahre gleich zu Mama. Wo ich denn heute eingeladen sei? Bei Lutz und Ilse? Na Gott sei Dank. Es sei schlimm, dass ich schon so oft allein gewesen sei, Weihnachten hingen ja alle bei ihren Eltern herum. Diesmal habe sie gefragt, ob Andrea mitkommen dürfe, aber Mama habe mal wieder nicht reagiert. Sie wolle eben einen auf harmonische Familie machen, und ich gehörte ihrer Meinung nach nun mal nicht dazu. Schon in Ordnung, sagte ich und ließ Maria von ihrem Nachbarn erzählen. Ein seltsamer Kauz. Sie habe ihm vor einem Jahr eine kleine Gabe gebracht, und damals habe er sich sehr gefreut. Auch heute habe sie bei ihm geklopft, doch er habe grantig geöffnet und sie angeherrscht, wenn auch in seine Wohnung kommen lassen. Plötzlich jedoch habe er die Tür geschlossen und verriegelt. Was machen Sie denn da, Sie machen mir ja angst! habe sie gesagt. Er habe sie angeschnauzt, es sei unmöglich von ihr gewesen, ihn zu stören, er höre sich gerade den Gottesdienst an, und ihr Gesteck, das könne sie sich an den Hut stecken. Ein Fall für Charles Dickens, dachte ich und wischte mir die feuchten Augen, als Maria sich von mir verabschiedet und ich ihr ein Pfrohes Pfest gewünscht hatte. Homo homini lupus. Du bist sentimental, unangenehm sentimental! hörte ich Luise höhnen. Dann bin ich es eben, dachte ich, als ich bei Lutz und Ilse saß, in ihrer festlich dekorierten Wohnung, und wir uns am Gänsebraten labten, bei Barockmusik und Kerzenschein.

Aus: Höhere Welten. Roman. Kapitel 19.

Beitrag vom 24 Dezember, 2001 (02:51) | Autor: adminxx1 | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


Was vom Nikolaus übrig blieb

6 Dezember, 2001 (17:18) | | tage-bau | 1 Kommentar

Kalt war es. Der Nikolaus stapfte durch den tiefen Schnee eines Waldstücks. Das verwunderte ihn sehr, den Nikolaus. „Ach“, sagte er, „der Dezember ist auch nicht mehr das, was er mal war. Und überhaupt, die Welt ist nicht mehr so, wie sie einmal war.“ So hockte er jahraus jahrein in seiner Hütte am nördlichen Polarkreis, beobachtete die Menschen nur von Ferne und besuchte sie einmal im Jahr. Einsam war es dort oben geworden. Immer schwieriger stellte sich der Versuch dar, neues Personal zu finden. Da waren die Engel, die für den Frieden auf der Welt verantwortlich zeichneten. Sie beobachteten die Menschen und wo immer es arg wurde, waren sie zur Stelle, um zu helfen und zu schlichten. Dann gab es die Wichtel und die Trolle, die die Geschenke bastelten und Plätzchen backten. Das ganze Jahr über hatten sie zu tun. Eifrig sägten, hobelten, klebten, strickten sie das ganze liebe Jahr, nur um den Kindern im Dezember eine Freude machen zu können. Auch Pflegepersonal gab es. Sie standen sehr früh am Morgen auf, fütterten die Rentiere, misteten deren Stall aus, trainierten sie für ihre schwere Aufgabe im Dezember. Und die Köche natürlich. Die Köche durfte man nicht vergessen. Denn die ermöglichten es erst, dass der Nikolaus so stattlich aussah. Ohne seine große Gestalt und seinen dicken Bauch war der Nikolaus ja nicht der Nikolaus. Niemand würde ihn erkennen. Deshalb gab es auch keinen Friseur dort oben am Polarkreis. Viel zu groß wäre die Versuchung für ihn, seinen Bart zu stutzen und die Haare zu schneiden. Denn praktisch war diese Frisur nicht gerade. Jeden Abend standen der Nikolaus und seine Frau im Badezimmer und kämmten stundenlang das weiße Haar, damit es nicht zu Rastalocken verfilzte.
So hatte der Nikolaus ein gutes Leben. Wenn da nicht die Sorgen wären, die von Jahr zu Jahr größer wurden. Das Personal wurde weniger. Immer mehr seiner Angestellten kündigten. Natürlich, er konnte nicht das Gehalt bieten, das andere boten. Die Unternehmensberatungen etwa, von denen er schon gehört hatte. Auch war das Leben in der Kälte und dem langen Winter nicht immer leicht. Vieles mussten sie entbehren. Und auch hatten sie nur sich. Viele Mitarbeiter waren in die Karibik gegangen, weil sie die Schnauze voll hatten von dem ewigen Frost, dem Schnee und dem Eis. Aber, dachte sich der Nikolaus, schließlich war die Aufgabe auch ehrenhaft und dankbar. Wer brachte den Menschen sonst so viel Freude wie er? Die Buchhalter etwa? Die Manager der großen Konzerne? Gut, ein Schornsteinfeger vielleicht, ein Clown, ein Bäcker. Das akzeptierte er. Aber doch fand er die Jobs, die er zu bieten hatte unvergleichlich. Es war aber nichts zu machen. Sie verließen ihn und neues Personal ließ sich nicht finden. Er hatte Anzeigen aufgegeben in der Süddeutschen Zeitung und im Internet. Aber die Resonanz darauf war mehr als spärlich. So hatte er dieses Jahr selbst mit Hand anlegen müssen. Und aufgrund der Unterbesetzung in der Küche hatte der Nikolaus bereits 10 kg abgenommen. So konnte es nicht weitergehen. Und auch an diesem 6. Dezember, an dem er durch den finsteren Wald stapfte, dachte er darüber nach. „Naja, wenigstens liegt Schnee“, dachte er sich. Denn auch Schnee war in den letzten Jahren rar geworden. Frühlingshafte Temperaturen herrschten und die Leute freuten sich noch darüber. „Diese Kälte war ja nie zum Aushalten!“ hatten sie gesagt und sich über 15°C im Dezember gefreut. Der Nikolaus konnte es nicht verstehen. Denn Winter war doch etwas feines.
Er marschierte also und sah in der Ferne die Lichter einer Ortschaft. Die Wälder, ja die Wälder waren auch keine mehr. Wohin man lauschte, überall war der Lärm von Straßen zu hören. Wohin man ging, man traf immer auf eine Autobahn oder auf ein Gewerbegebiet. Wie schön es doch dagegen im Nordpol war!
Und die Kinder erst! Er brachte ihnen Holzschlitten oder ein Paar Schlittschuhe. Dann zogen sie lange Gesichter. Freuten sich nicht. Und die Eltern schenkten ihnen die neueste Playstation dazu, damit sie ein schönes Weihnachtsfest hatten. Richtig nutzlos fühlte sich der Nikolaus mittlerweile. Er überlegte bereits, in Rente zu gehen.
Während seiner Grübeleien hörte der Nikolaus nicht die Schritte hinter ihm. Er ging und ging und wollte den Arbeitstag hinter sich bringen. Überrascht war er, als er merkte, wie ihn jemand von hinten anpackte und zu Boden riss. Dort lag er und konnte sich nicht wehren, denn er hatte ja abgenommen und besaß keine Pistole. „Sicherheitspersonal sollte ich einstellen“, dachte er so bei sich.

Am nächsten Morgen, es war der 7. Dezember, sahen Kinder in einem nahe der Ortschaft gelegenen Bach eine rote Mütze mit weißem Fell und einen Leinensack vorbei schwimmen. Mit einem Stock angelten sie nach dem Zeug. Sonderbar fanden sie es, denn solch eine Kleidung trug heutzutage niemand mehr. Den Sack jedoch, den öffneten sie und fanden einen Holzschlitten. „Ein Schlitten!“ jubelten sie und liefen sogleich zu einem kleinen Hügel am Rande des Dorfes. Denn es lag zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder Schnee.

Der Nikolaus aber, der kam nie mehr am 6. Dezember. Auch seinen Mörder fand man nicht. Es wurde jedoch Brauch, sich an diesem Tag mit einer roten Mütze auf dem Kopf am Rodelberg des Dorfes zu treffen, wo die Leute allesamt sehr viel Spaß miteinander hatten.*

Beitrag vom 6 Dezember, 2001 (17:18) | Autor: adminxx1 | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar


(Nght2) Umnachtet

6 Dezember, 2001 (05:33) | | tage-bau | Kommentieren

An einem verregneten Dezemberabend des Jahres 2001 saß ich vor dem Guckkasten und entschlief in meinem Sessel. Da träumte mir, ich erwachte auf einer Wiese, unter wildbewegtem Sommerhimmel, und vor mir stand ein Jüngling, in der Hand ein Mikrofon, und redete und redete in eine Kamera hinein. Er sprach, er stehe auf einer Wiese und rede und rede; denn schon bald werde die Sonne sich verfinstern, die Welt werde dunkel, alles werde schweigen, erstarren in Andacht vor der Natur, auch er werde erstarren, habe ihm ein Professor prophezeit, doch er wolle reden, einfach nur reden, chattete der Bursche, während rings um ihn die Welt ins Chaos glitt und ich die Sonnensichel sah, ein Silberschiffchen im tobenden Wolkenmeer, und sich mir die Haare sträubten, weil es merklich kühler wurde und der Typ wie ein verkokster DJ schnatterte, vor dem Blau des Mittagshimmels und dem Schwefelgelb und Orange, das über dem sterbenden Grün der Pflanzen und über den sich duckenden Häusern der unbehausten Menschen schrie. Ein matter Wind kam auf, mich fröstelte, Krähen krächzten, Straßenlaternen sprangen an, ein zorniger Gott riss am Schalter, stürzte die vertraute Welt von Stufe zu Stufe hinab ins Dunkel, Schluss jetzt mit all dem Theater, ich bin euer ödes Schauspiel leid, doch der DJ plapperte in sein Mikrofon hinein, während über uns ein stilles Requiem dröhnte, Dies irae, wir waren Schatten unter Schatten, doch der DJ hörte nicht auf zu chatten, der Wind fuhr über meine Gänsehaut, bis das erste Sonnenlicht ins Dunkel explodierte und ich die Augen aufriss und aus dem Kulturkanal einen Filmhochschullehrer auftauchen sah, der mit Filmemackermiene in eine Kamera hineinsprach: „Wir suchen in erster Linie Leute, die einen originären Blick auf die Welt mitbringen.“

Da litt ich vor meinem Guckkasten und rief vom todten Weltgebäude hinab: „Wie ist Jeder so allein in der weiten Leichengruft des All’s!“ Und ich sah zum Fenster hinaus und fragte ins Flachland hinein: „Wird auch aus diesem Weltfest des Todes, auch aus der schlimmen Fieberbrunst, die rings den regnerischen Abendhimmel entzündet, einmal die Liebe steigen?“

hören

Beitrag vom 6 Dezember, 2001 (05:33) | Autor: adminxx1 | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


16 November, 2001 (22:19) | | tage-bau | Kommentieren

Lieber Gerhard, lieber Joschka, liebe Freunde,

wie bereits vor einer Woche dargetan, zähle ich zu denjenigen Bürgerinnen und Bürgern, denen die Bedeutung des November für unser dt. Vaterland wohl bewusst ist. Um so glücklicher bin ich darüber, dass auch Ihre Regierung dazu beigetragen hat, aus Heinrich Heines traurigem Monat wieder einmal einen Freudenmond zu machen. Zum erstenmal seit Bestehen der Bundesrep. Deutschland dürfen auch unsere Soldaten dazu beitragen, ein anderes Volk, zumal dessen weiblichen Teil, der Segnungen unserer westl. Zivilisation teilhaftig werden zu lassen. Wer hätte je gedacht, dass gerade Sie sich dafür einsetzen würden? So ein Tag, so wunderschön wie heute!

Bitte seien Sie herzlichst bedankt – mit einem Lied, das ich 1984 geschrieben habe. Sollten Sie mitsingen wollen, so finden Sie die Melodie unter den Sprechtexten auf dieser Website. Das Lied heißt „Gloria in excelsis Deo“, und so lautet auch der Refrain. Hier ist der Text:

Darbende Bauern, schlemmende Fürsten
Ewige Ordnung der Welt
In den Dörfern herrscht bittere Armut
In den Städten wuchert das Geld

Gefolterte Ketzer, betende Mönche
Frommer Hexenwahn
Denunziere deinen Nächsten
Sei ein gläubiger Untertan

Guillotinen, Dampfmaschinen

Ende der Barbarei
Dem Morgenrot entgegen
Arbeit macht frei

Ideologien, Therapien
Radio, Video
Und die Blinden vorm Farbfernseher
Warten auf die letzte Show

Der Krieg wird gewiß eine willkommene Abwechslung für unsere Soldaten sein.

Noch viel Freude beim Feiern und Singen wünscht Ihnen

Ihre Hella Streicher

Beitrag vom 16 November, 2001 (22:19) | Autor: adminxx1 | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Uwe Schick

22 Oktober, 2001 (00:01) | | schreibt im tage-bau: | Kommentieren

Uwe Schick

Uwe Schick. *1968. Tüftler mit Familie. Manchmal etwas voreilig. Manchmal zu obrigkeitshörig. Sehr empathisch, was gut und schlecht ist. Taucht in der ein oder andren Anthologie, Literaturzeitschrift auf. Würde gerne mehr schreiben. Muss aber genug Geld verdienen. Kann sich manchmal schwer aufraffen und macht dann irgendwas. Die meiste Zeit hat er aber Lust. Blickt viel auf sich (kurzsichtig) und benotet sich gerne streng. Er ist ein wenig zu kritikfähig. Verdaut durch nachdenken. Ändert manchmal zu viel. Bei ihm ist es so: In der Ruhe liegen die kraftvollen Wörter. Bei anderen ist es anders. So oder so & Gutes lesen lohnt sich.

tage-bau Lesung, 2004 in Wiesbaden

Beitrag vom 22 Oktober, 2001 (00:01) | Autor: adminxx1 | Rubrik: schreibt im tage-bau: | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Karin Graf-Braun

5 Januar, 2001 (22:25) | | registriert im tage-bau: |

EINE ANDERE

Sie war einmal eine andere
aber die hat sie eingetauscht
als das Salz die Tränen verließ

Auch besaß sie einen Namen
aber den hat sie abgelegt
als sein Klang die Wärme verlor

Nun folgt die Zeit der Findung
wo ihr ICH sich stetig wandelt
und sich selbst den Namen verleih

Viel Kurzweil beim Schmökern in Kamahes Literaturseiten!
http://www.kamahe-literatur.net

Beitrag vom 5 Januar, 2001 (22:25) | Autor: adminxx1 | Rubrik: registriert im tage-bau: | Beitrag drucken Beitrag drucken |


Markus Hallinger

5 Januar, 2001 (22:22) | | registriert im tage-bau: | Kommentieren

Beitrag vom 5 Januar, 2001 (22:22) | Autor: adminxx1 | Rubrik: registriert im tage-bau: | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Kasper Grimm

5 Januar, 2001 (21:47) | | schreibt im tage-bau: | Kommentieren

Liebe Leser,

hier mein wanted-Steckbrief-Foto:

Vielen Dank für Euer Interesse an meinen Texten

Ich lese einige auch vor unter folgendem Link:

Youtube Channel des Autors

Außerdem knipse ich – bitte hier klicken:

fotocommunity

Liebe Grüße
Kasper Grimm

Buchvorstellung des Autors

Beitrag vom 5 Januar, 2001 (21:47) | Autor: adminxx1 | Rubrik: schreibt im tage-bau: | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Nico Fuchs

5 Januar, 2001 (21:44) | | registriert im tage-bau: |

»Aus Thosen«
»Kommentatar 2«
»Vollzug, der Sünde nicht genug«
»Lasse schlafen«
»Kommentatar,
Isst und Wahr im Tage-bau.de«

(â?¦) der tage-bau lebt
von der Beteiligung am Forum.
Dabei ist es weniger wichtig,
wie gut
und fertig die Texte sind.
Es geht darum
gemeinsam „zu weben“ (â?¦)

Werner Theis, Dez. 2012


Über mich
Ich mag Bitterschokolade mit Chili oder Pfeffer
und Sommergewitter mit fetten Tropfen
und Grapefruitsaft
“ davon ess und trink ich nicht so viel auf einmal “
und wenn ich eine Fliege wäre, würde ich fliegen
und nicht einmal vom Regen nass,
weil die Tropfen mich hin- und herschüttelten,
statt mich zu treffen.
“ das behauptet zumindest die Wissenschaft “
Ich guckte mir die Welt aus Facettenaugen an
und käme näher an das Wesentliche heran.
Kann sein, ich lebte mein Leben an nur einem Tag
und würde erschlagen, weil mein
Summen nicht zu ertragen wär.

 

Mein Lieblingszitat:
»Das Wunder
ist nicht ein Widerspruch zu den Naturgesetzen,
sondern ein Widerspruch zu dem,
was wir von diesen Gesetzen wissen.«

Aurelius Augustinus

&
natürlich
das oben stehende, erst genannte,
gut und fertig, was ist das?, Zitat!

Beitrag vom 5 Januar, 2001 (21:44) | Autor: adminxx1 | Rubrik: registriert im tage-bau: | Beitrag drucken Beitrag drucken |


Ramona Linke

5 Januar, 2001 (21:27) | | schreibt im tage-bau: |


Ramona Linke

Ramona Linke: Mansfelderin & Poetin *1960 – lebt, schreibt und malt in Sachsen-Anhalt, nahe der Lutherstadt Eisleben, vorwiegend widmet sie sich Lyrik & Kurzprosa â?¦ seit 2003 intensiv dem Haiku; … in der Malerei gilt ihr besonderes Interesse dem Aquarell und dem Sumi-e; zahlreiche Einzel- & Gemeinschaftsaustellungen in Halle/Saale und dem Saalekreis …

Veröffentlichungen:
Gedichte, Haiku etc. in Anthologien, Zeitschriften und im Internet;
Gedichtband „Seelensplitter“ 2006;
englischsprachige Haiku, Rengay & Haiga seit 2004 u.a. hier: Mainichi Daily News, Asahi Shimbun, Chrysanthemum, UTA, Ð?Ñ?аÑ?онак’s LiveJournal, WHC-German, WHA-Haiga-Contest, Haikuworld, Lynx, Sketchbook, Albatross, 3Lights Journal, Notes from the Gean

2. Preis beim Haiku-Wettbewerb der DHG e.V. 2008;
Haiku and Tanka Competition/Japanese Art Exhibition München 2009: Bestes Haiku
Mitglied der DHG e.V.; des WHC-German und der World Haiku Association

Der Kunstblog von Ramona Linke

Ramona Linke, Autoren-Webseite

Beitrag vom 5 Januar, 2001 (21:27) | Autor: adminxx1 | Rubrik: schreibt im tage-bau: | Beitrag drucken Beitrag drucken |


Angela Planert

5 Januar, 2001 (20:08) | | schreibt im tage-bau: |

Seit August 2000 lebe ich mit meiner Familie im Norden Berlins und managte sieben Jahre lang den erfolgreichen Gospelchor Amazing Voices (www.amazing-voices.de). Meine Vorliebe zum Schreiben entwickelte sich bereits in der Schule, wo ich meine Mitschüler als treue Leser gewinnen konnte. Seit 2004 widme ich mich intensiv meiner Leidenschaft und verfasste seither neun Fantasy Romane und einen Thriller, der in Kolumbien spielt.
Bisher wurden vier meiner Werke im Amicus-Verlag veröffentlicht, die ich durch Rollen verteilte Lesungen an den Leser heranführe.

Meine selenorische Welt locken mit spannenden Abenteuer und wahrer Freundschaft.

Beitrag vom 5 Januar, 2001 (20:08) | Autor: adminxx1 | Rubrik: schreibt im tage-bau: | Beitrag drucken Beitrag drucken |


Reimund Neufeld

5 Januar, 2001 (19:59) | | registriert im tage-bau: | Kommentieren

Profil bei www.alternative-art.de

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Markus Sigl

5 Januar, 2001 (19:58) | | tage-bau |

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Judith Arlt

5 Januar, 2001 (19:56) | | registriert im tage-bau: | Kommentieren

http://www.juditharlt.de/

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Heidrun-Auro Brenjo

5 Januar, 2001 (19:55) | | registriert im tage-bau: | Kommentieren

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Hartmut Sörgel

5 Januar, 2001 (19:52) | | schreibt im tage-bau: |


Hartmut Sörgel

Autoren „Bio + Selbstbild“

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Frija Wofonoletolo

5 Januar, 2001 (19:51) | | registriert im tage-bau: | Kommentieren

anonym

Beitrag vom 5 Januar, 2001 (19:51) | Autor: adminxx1 | Rubrik: registriert im tage-bau: | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Ansgar Oberholz

5 Januar, 2001 (19:50) | | registriert im tage-bau: |

Alexander Maegdefessel

5 Januar, 2001 (19:32) | | registriert im tage-bau: | Kommentieren

Carmen Winter

5 Januar, 2001 (19:31) | | schreibt im tage-bau: |

http://www.carmenwinter.de/
Carmen Winter – Vita

Beitrag vom 5 Januar, 2001 (19:31) | Autor: adminxx1 | Rubrik: schreibt im tage-bau: | Beitrag drucken Beitrag drucken |


Burkhard Sonntag

5 Januar, 2001 (19:31) | | registriert im tage-bau: |

Angelika Zöllner

5 Januar, 2001 (19:30) | | schreibt im tage-bau: | Kommentieren

Angelika Zöllner

1948 wurde ich in Wiesbaden geboren. Aufgewachsen bin ich die ersten 9 Jahre im wunderschönen Rheingau innerhalb einer Groß-Familie. Später zog ich nach Frankfurt und besuchte dort die Freie Waldorfschule. Nach erfolgreichem Abitur entschied ich mich nach längerem Überlegen gegen ein wissenschaftliches Studium und entschloss mich, nach einem Praktikum in einer sog. ‚Stadtanderholung‘ in Frankfurt, Sozialarbeiterin zu werden. Ich arbeitete in den folgenden Jahren im Jugendamt, im ’sozialen Brennpunkt‘ mit Obdachlosen und am längsten in der Bewährungshilfe. Ab dem 21. Lebensjahr begann ich, intensive Kontakte zu Strafgefangenen und Nicht-Sesshaften zu knüpfen. Begeistert hatte mich damals das Buch von Birgitta Wolf ‚Briefwechsel mit Gefangenen‘. Ich wagte, sie persönlich anzuschreiben, und sie war die Erste, die mir Adressen vermittelte, obgleich ich sehr jung war.

Das intensive schriftstellerische Schreiben begann wesentlich später – obgleich ich schon mit 9 Jahren begonnen hatte, zusammen mit einer Freundin, einen Roman zu schreiben. Später – als Jugendliche – notierte ich meine ersten Gedichte in einem selbstgebundenen Buch. Von klein auf lag mir das Schreiben mehr als das Redenhalten vor der Klasse oder anderen Groß-Gruppen.

Das Schreiben und Lebendig-Werdenlassen von Wörtern, auch gerade immer wieder neuen, bedeutet mir ein inneres Zuhause. Dabei ist mir die Poesie ein ganz besonderes Anliegen.
Thematisch gesehen mag ich mich in keiner Weise festlegen und schreibe gerne sehr Unterschiedliches…
Lyrik ist mein lebendiges „Bilder-Zuhause“. Aber es gibt auch eine Reihe von Kurzgeschichten und „das rote Haus“ z.B., einen Märchenroman in 2. Auflage, der von Schweden, einem Träumekind und Spätentwickler erzählt und dem, was Kinder noch sehen können – die Erwachsenen jedoch nicht mehr …. (www.verlag71.de).

Gerne versuche ich auch Humorvolles… Börsenwitztexte z.B., Balladen über das Dichterleben – oder die Geschichte vom Camenbert – wie er sich eines Tages in ein Butterbrot verliebte…

Im Augenblick lebe und arbeite ich mit meinem neuen Roman, von dem noch nicht allzuviel verraten werden soll. Ein junger Mann nimmt sich eine Auszeit – auf der Suche nach dem, was man schon immer den ‚Stein der Weisen‘ oder den ‚Sinn des Lebens‘ nannte – eine Suche nach dem, was ‚Tugenden‘ im Leben bedeuten. Dabei lernt er besondere Menschen kennen – und von fast jedem lernt er etwas dazu….
Der Arbeitstitel lautet: Das Gras schweigt.

Seit 1974 bin ich verheiratet und habe 5 Kinder. In NRW lebe ich seit 1969 und in Wuppertal seit 1980.

http://www.angelika-zoellner.de/

Beitrag vom 5 Januar, 2001 (19:30) | Autor: adminxx1 | Rubrik: schreibt im tage-bau: | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Werner Theis – [ W. ]

5 Januar, 2001 (19:29) | | tage-bau | Kommentieren

Werner Theis (Dichteralias Walther [Stonet])

ZUR PERSON:

# Dichteralias: Walther [Stonet]
# Geburtsort/-datum: Berlin, 1956
# Wohnort: Metzingen bei Stuttgart, bekannt durch Hugo Boss Fabrikverkauf
# Familienstand: verheiratet, 2 Töchter
# Ausbildung: Diplom-Volkswirt
# Brotberuf: Management eines EDV-Dienstleistungsunternehmens
# Seit dem 15. Lebensjahr über 2.000 Gedichte, davon über 750 Sonette, über 450 Haiku/Senry,
# Rezensionen, politische Essays, Artikel, Kurzgeschichten, Aphorismen, insgesamt über 5 randvolle Leitz-Ordner => „mein lyrisches Tagebuch“

INTERNETLITERATUR:

# Mitglied (Kassier) im Autorenkollektiv von http://www.tage-bau.de, dem AutorInnenforum von http://www.berlinerzimmer.de, dem ältesten deutschen Literatursalon im Internet
# (Mit-)Initiator & (Mit-)Betreiber von http://www.sonettportal.de
# Autor der ersten Stunde bei http://www.haiku.de
# Rezensionen unter http://www.zugetextet.com
# Regelmäßige Einträge unter http://www.dulzinea.de, http://www.leselupe.de und http://www.literaturnetz.com/board
# eigener BLog unter http://www.gedankenlieder.de
# Veröffentlichungen:
# in Jugend-, Schüler-, Studenten-, Verbands- und Fachzeitschriften, bei letzteren auch Gründer/Herausgeber/ Redakteur,
# Veröffentlichung und Redaktion Lyrik in der Literaturzeitschrift Asphaltspuren => http://www.asphaltspuren.de
# während des Studiums Zeilenjournalist beim Mannheimer Morgen und der Rheinpfalz
# im Eigenverlag in kleiner Stückzahl (Gedichte)

Dichtermotto: Gelegenheit.Macht.Dichtung

http://www.gedankenlieder.de/

Beitrag vom 5 Januar, 2001 (19:29) | Autor: adminxx1 | Rubrik: tage-bau | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Hella Streicher

5 Januar, 2001 (19:29) | | schreibt im tage-bau: | Kommentieren

Hella Streicher

Der Tag meiner Geburt war Thomas Mann keine Zeile wert. Erst zwei Tage später, am 16. Januar 1955, schrieb er in sein Tagebuch: „Bedrückendstes Wetter jüngst; tiefer Barometerstand, schwarze Luft, warm, Regen und Sturm. – In schlechter Verfassung.“

„I was born with a plastic spoon in my mouth“, anders als mein verehrter TM. Ich wuchs auf in einem Bremer Vorort, galt in der Schule als „zu lebhaft“, später dann als „einseitig begabt“: Deutsch & Musik & Kunst 1, Mathe & Physik 5. Und Sport? – : tz, tz. Lieber schrieb ich Spottgedichte auf die Lehrer, karikierte sie, las mit 14 Joyce, mit 15 Arno Schmidt & Schopenhauer. Und machte mit 18 mein Abitur und ging nach Göttingen, um Germanistik zu studieren. Leider auch Politik. Meine Examensarbeit schrieb ich über den „Kosmopolitismus im Werk von Christoph Martin Wieland“. Die zweite dann in Bremen über „Jugendliche Außenseiter in der Literatur“. Von nun an war ich „arbeitslose Lehrerin“; denn in Bremen gab es von Senats wegen keinerlei Bedarf für fähige junge Deutschlehrer.

„Ich steh zwischen zwei Welten und weiß nicht wohin“, hieß der Hit jener Band, in der ich 1982 trommelte. Es war der Soundtrack zu meinem Berufsleben, das mich erst in ein medizinisches Labor verschlug, dann in den Buchhandel. Schuldienst anderswo als in Bremen? Nein danke. Also war ich tagsüber die Hampelfrau und schrieb in langen Nachtschichten Songtexte, Melodien, Arrangements und von 1995 bis 1997 die Rohfassung meines Romans „Höhere Welten“, der nach einer verqueren Editionsgeschichte im Frühjahr 2002 als BoD erscheinen wird.

Was sonst? „Fear Jahre“, Roman, 1970; „Die Schule der Kleinbürger“, Roman, 1976; diverse Erzählungen & Gedichte; keine Veröffentlichungen bis auf „Frei und formalistig“, Gedichte, 1980; ein paar längere Artikel für ein Bremer Szeneblatt; bis 1988 diverse Auftritte als Schlagzeugerin in diversen Bands; einige Lesungen. Preise & Stipendien? Nix dergleichen – bis auf den 1. Preis im Versalia-Schreibwettbewerb zum Thema „Was ist Kunst?“ … aber den zu bekommen war keine. Seit November 2001 schreibe ich im Tagebau.

Hella Streichers neuer Roman: Höhere Welten. Ein deutscher Alltagsroman.

http://www.hoeherewelten.de

Beitrag vom 5 Januar, 2001 (19:29) | Autor: adminxx1 | Rubrik: schreibt im tage-bau: | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


5 Januar, 2001 (19:27) | | registriert im tage-bau: | Kommentieren

Ariane Rüdiger

Ich bin 44 Jahre, lebe und arbeite in München. Beruf: Fachjournalistin für DV-Themen mit eigenem Redaktionsbüro.
Literarische Produktion: Zwei Romane veröffentlicht („Frosch, Aszendent Tausendfüßler“, 2. Aufl. 2000, und „Frau sucht Frau nur für das eine“, 2002, beide Querverlag Berlin). Dazu Texte in mehreren Anthologien. Ferner der Roman „Digital Blues“, der derzeit online auf meiner Website erscheint und später bei Books on Demand publiziert werden soll. Ausführliche Informationen im Web auf der o.g. Homepage.
Hobbies: Wandern, lesen, schwimmen, Fahrrad fahren, „queer politics“. Lebe mit meiner Freundin und zwei Hauskatzen.

[Arianes Literaturwerkstatt]
http://www.querverlag.de/

Beitrag vom 5 Januar, 2001 (19:27) | Autor: adminxx1 | Rubrik: registriert im tage-bau: | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


Matthias Roth

5 Januar, 2001 (19:26) | | registriert im tage-bau: | Kommentieren

Matthias Roth

geboren 1957
Redakteur und Kritiker in Heidelberg
Literarische Arbeiten: „TagNachtTraumstaub“, Texte zu einem Musiktheater von Annette Schlünz, Uraufführung zur Eröffnung des Deutschen Pavillons auf der EXPO 2000, Hannover. „november“, blätter 1993, Vertonungen (Auswahl) von Annette Schlünz, Uraufführung Regensburg 1998 (Publiziert jeweils als Partitur bei Bote & Bock)

Ausschnitte, aus: Das Maul der Wüste, Neun Selbstversuche über das Schweigen des Dichters (Rimbaud in Afrika):
Abschied.
Ich hätte ihn töten sollen.
Das Totenschiff

Beitrag vom 5 Januar, 2001 (19:26) | Autor: adminxx1 | Rubrik: registriert im tage-bau: | Beitrag drucken Beitrag drucken | Kommentieren


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