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5 Juni, 2014 (23:48) | | labyrinth/wort.gewebt. | (1) Kommentar

1. kaligula, vilnius

2. verwunden mein Herz | mit einer monotonen | Mattigkeit

Drei Verse aus der ersten Strophe von Paul Verlaines Gedicht „Chanson d’automne“ waren vor 70 Jahren der Code für die französische Résistance, den Beginn des „D-Day“ zu markieren. Lyrik als Beginn jeder Befreiung …:

Paul Verlaine: Chanson d’automne

Les sanglots longs
des violons
de l’automne
Blessent mon coeur
d’une langueur
monotone.

Tout suffocant
Et blême, quand
Sonne l’heure,
Je me souviens
Des jours anciens
Et je pleure

Et je m’en vais
Au vent mauvais
Qui m’emporte
Deçà, delà,
Pareil à la
Feuille morte.

Die langen Schluchzer
der Geigen
des Herbstes
verwunden mein Herz
mit einer monotonen
Mattigkeit.

Ganz erstickend
und bleich, wenn
die Stunde schlägt,
erinnere ich mich
der einstigen Tage,
und ich weine.

Und ich gehe fort
mit dem bösen Wind,
der mich davonträgt,
hierhin, dorthin,
ähnlich dem
welken Blatt.

Jörg Meyer (oegyr) AutorenBio:

Beitrag vom: 5 Juni, 2014 (23:48) | Autor: Jörg Meyer (oegyr) | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt. | Beitrag drucken Beitrag drucken | (1) Kommentar
Kommentare



Walther schrieb:

danke, daß du diesen sehr klugen eintrag gepostet hast. das macht hoffnung für die lyrik.

Kommentiert am 6. Juni 2014 um 16:37



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